Dr. Phyto
Orangenbaum
Citrus × sinensis
Krankheiten & Schädlinge an dieser Pflanze
- rote Kalifornische DeckelschildlausAonidiella aurantii
Winzige rotbraune Schildläuse auf Blättern, Zweigen und Früchten.
- Queensland-FruchtfliegeBactrocera tryoni
Kleine Einstichstellen an reifenden Früchten, oft mit tränenden oder eingedellten Flecken; cremefarbene Maden fressen im Fruchtfleisch und verursachen innere Fäule und vorzeitigen Fruchtfall. Adulte sind wespenähnliche, rotbraune Fliegen mit klaren Flügeln.
- Citrus-Greening (Huanglongbing, HLB)Candidatus Liberibacter asiaticusEU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus
Blätter zeigen ein typisches fleckiges, asymmetrisches gelbes Mosaik, das auf beiden Seiten der Mittelrippe NICHT übereinstimmt (anders als ein symmetrischer Nährstoffmangel); Triebe vergilben sektorweise; Früchte bleiben klein, schief, färben nicht richtig aus, bleiben unten grün, mit verkümmerten dunklen Samen und bitterem Geschmack; der Baum geht langsam ein. Übertragen vom Citrus-Blattfloh Diaphorina citri.
- BohnenspinnmilbeTetranychus urticae
Gelbe Sprenkelung auf der Blattoberseite, feine Gespinste.
- Zitrus-GallwespeBruchophagus fellis
Holzige, längliche Anschwellungen (Gallen) an grünen Trieben und Stängeln, verkorkend und oft mehrere Zentimeter lang; stark vergallte Äste sind geschwächt, Absterben und geringerer Fruchtansatz folgen. Winzige Ausgangslöcher nach dem Schlüpfen der Wespen im Frühling.
- Eisenmangel-Chloroseabiotic_chlorosis_iron
Gelbe Blätter mit grünen Blattadern (Interkostalchlorose).
- Asiatischer Citrus-Blattfloh (HLB-Überträger)Diaphorina citriEU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus
Winzige (3–4 mm) braun gesprenkelte Blattflöhe, die in charakteristischem 30–45°-Winkel kopfüber an jungen Citrustrieben sitzen; Nymphen bilden gekräuselte weiße Wachsröhrchen und Honigtau am Austrieb; starker Befall verdreht und staucht junge Blätter. Ihre Bedeutung liegt als Überträger des Citrus-Greening (HLB), nicht im direkten Fraßschaden.
Kleine, eingesunkene, dunkle Flecken mit grauem Zentrum und erhabenem dunklem Rand auf der Fruchtschale (klassischer "Hartfleck"), manchmal mit winzigen schwarzen Punkten (Pyknidien) im Zentrum; auch sommersprossen- und rissfleckenartige Formen; starker Befall verursacht vorzeitigen Fruchtfall. Blätter meist symptomlos.
- Wurzel- und Fußfäule der ZitrusPhytophthora citrophthora
Dunkle gummiartige Läsionen am Stammfuß, vergilbende Blätter.
Die Raupe bohrt sich in Früchte (Zitrus, Paprika, Hagebutten, Steinobst u.v.a.) und hinterlässt ein kleines, oft mit Kot umrandetes Einbohrloch; um das Loch vergilbt oder bräunt die Schale vorzeitig, die Frucht fault innen und fällt ab; Sekundärfäulen folgen. Anders als der echte Apfelwickler hat sie ein sehr breites Wirtsspektrum.
Das Weibchen sticht reifende Früchte (Zitrus, Pfirsich, viele Wirte) an und legt Eier unter die Haut; Maden minieren das Fruchtfleisch, das von innen weich wird, bräunt und fault, während die Schale außen nur leicht mit kleinen Einstichen gezeichnet sein kann; befallene Früchte fallen früh ab. Die Fliege ist wespenähnlich mit dunklem Hinterleib.
- Hellbrauner ApfelbaumwicklerEpiphyas postvittana
Blattwickler-Raupen spinnen Blätter mit Seide zusammen und an Früchte und fressen im Schutz; oberflächlicher Fraß und flache Schürfnarben an Früchten nahe dem Kelch oder Blattkontakt. Kleine hellbraune Falter mit glockenförmigem Flügelprofil.
Aufhellung der Blattadern, Stammgrübchen (stem pitting), Verzwergung.
- Mal Secco / Tracheomykose der ZitrusPlenodomus tracheiphilus
Vergilbung der Adern an einzelnen Trieben, lachsrosa/orange Holzverfärbung im Querschnitt absterbender Äste, Blätter fallen ab, während der Blattstiel haften bleibt, fortschreitendes Absterben der gesamten Krone.
Schwarze, pantoffelförmige Schilde (das Larvenstadium — sehr charakteristisch) auf den Blattunterseiten von Zitrus, reichlich Honigtau und schwarzer Rußtau auf Blättern, Früchten und dem Boden unter den Bäumen, Blattvergilbung und vorzeitiger Fall, Zweigsterben bei starkem Befall, Wertminderung der Früchte durch kosmetische Schäden.
Adulte Käfer (3-4cm mit langen gebogenen Fühlern) im Sommer an den Stämmen, große runde Ausbohrlöcher (1cm Durchmesser) am Stammfuß (das diagnostische Symptom — unterscheidet sie von heimischen Bockkäfern), Sägemehl am Stammfuß, Triebsterben und Kronenrückgang, befallene Bäume werden allmählich abgetötet.
Erhabene, korkige Läsionen auf den Blättern mit gelbem Hof, dunkle Flecken an Zweigen und Früchten mit wasserdurchtränkten Rändern, vorzeitiger Fruchtfall, starker Blattfall bei stark befallenen Bäumen.
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