Dr. Phyto
Tristezavirus
Citrus tristeza virus
⚠ EU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus
Symptome
Aufhellung der Blattadern, Stammgrübchen (stem pitting), Verzwergung.
Leicht verwechselt mit
- Citrus-Greening (Huanglongbing, HLB)
So unterscheidet man sie: Candidatus Liberibacter asiaticus (Huanglongbing/Zitrusvergrünung) zeigt eine diagnostisch ASYMMETRISCHE, fleckige Blattscheckung: unregelmäßige gelbe und grüne Bereiche, die sich beiderseits der Mittelrippe NICHT spiegeln, oft mit korkigen, verdickten, vergilbten Blattadern und ledrig-aufrechten Blättern. Die Früchte sind klein, schief, bleiben unten grün (Farbumkehr), haben verkrümmte abgestorbene Samen und schmecken salzig-bitter. Das Citrus-Tristeza-Virus (CTV) verursacht dagegen Aderaufhellung/Sprenkelung (durchscheinende Adern im Gegenlicht), Sämlingsvergilbung und vor allem STAMMGRÜBCHEN (stem pitting) - Gruben und Rillen im Holz unter der Rinde von Stamm und Zweigen (Rinde ablösen, um sie zu sehen). Auf Sauerorangen-Unterlage führt CTV zum plötzlichen Quick-Decline-Kollaps mit wabiger Rinde an der Veredlungsstelle, während HLB ein langsames, sektorweises Absterben verursacht. Nutzen Sie die asymmetrische Scheckung für HLB und die Stammgrübchen unter der Rinde für CTV.
- Wurzel- und Fußfäule der Zitrus
So unterscheidet man sie: Der Niedergang durch das Citrus-tristeza-Virus (CTV) zeigt sich zuerst in der Krone, ohne Fäulnis am Stammfuß: Blätter werden blass und gelb mit Adernaufhellung, die Krone wird schütter und schüsselt sich, und auf empfindlicher Sauerorangen-Unterlage welkt der ganze Baum und bricht plötzlich zusammen (Schnellniedergang). Schält man die Rinde knapp oberhalb der Veredlungsstelle, sieht man eine wabenartige Tüpfelung und eine braune Linie abgestorbenen Gewebes an der Veredlung, während der Stammfuß fest und trocken bleibt. Auf Grapefruit und manchem Süßorangen-Holz findet man zudem Stammtüpfelung: lange schmale Rillen unter der Rinde an Zweigen und Ästen. Kein Gummifluss, keine Läsion an der Bodenlinie. Phytophthora citrophthora greift vom Boden und Stammfuß her an: Achten Sie auf dunkle, wassergetränkte Rindenkrebse am Wurzelhals/Stammfuß, die bernsteinbraunes Gummi absondern (Gummosis), wobei die Rinde austrocknet, aufreißt und abblättert und totes braunes Holz genau an oder knapp unter der Bodenlinie freilegt. Kratzt man an den Faserwurzeln, sind sie geschwärzt und faul mit säuerlichem Geruch, und nach Regen sieht man eventuell Braunfäule an tief hängenden Früchten. Die Vergilbung der Krone und das Absterben sind hier eine Folgeerscheinung der verfaulten Wurzeln und des umgürteten Stammes, der verräterische Schaden liegt also unten (Wurzelhals, Wurzeln, Bodenlinie), nicht im Holz der Veredlungsstelle. Keine wabenartige Rindentüpfelung.
Behandlung
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