Dr. Phyto
Zitruskrebs
Xanthomonas citri subsp. citri
⚠ EU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus
Symptome
Erhabene, korkige Läsionen auf den Blättern mit gelbem Hof, dunkle Flecken an Zweigen und Früchten mit wasserdurchtränkten Rändern, vorzeitiger Fruchtfall, starker Blattfall bei stark befallenen Bäumen.
Leicht verwechselt mit
- Schwarzfleckenkrankheit der Zitrus
So unterscheidet man sie: Phyllosticta citricarpa (Schwarzfleckenkrankheit der Zitrus) bildet flache oder leicht eingesunkene Flecken: an der Frucht runde 'Hartflecken' (3-10 mm) mit hellbraun-grauem abgestorbenem Zentrum, dunkel ziegelrotem bis braunem eingesunkenem Rand und winzigen schwarzen Punkten (Pyknidien) in der Mitte. Blattflecken sind klein, dunkel und nekrotisch mit gelbem Hof. Die Läsionen bleiben glatt und werden nie holzig oder erhaben; betroffen sind vor allem reife, sonnenexponierte Früchte, und die Symptome verstärken sich beim Reifen. Xanthomonas citri subsp. citri (Zitruskrebs) bildet dagegen Läsionen, die sich zu rauen, korkigen, kraterartig erhabenen Pusteln aufwölben, die man mit dem Fingernagel ertasten kann, umgeben von einem wasserdurchtränkten öligen Rand und einem leuchtend gelben chlorotischen Hof. Krebs bricht an Blättern, Zweigen UND Früchten aus (er reißt Zweige auf), breitet sich nach Regen/Wind schnell aus, und das Pustelzentrum ist erhaben und hellbraun, kein flaches graues Grübchen. Sowohl Phyllosticta citricarpa als auch Xanthomonas citri subsp. citri sind EU-Quarantäneschädlinge (2019/2072 Anhang II): Bei Verdacht auf einen von beiden kein Pflanzenmaterial bewegen und sofort die nationale Pflanzenschutzorganisation (NPPO) benachrichtigen.
- Fettfleckenkrankheit der Zitrus
So unterscheidet man sie: Xanthomonas citri subsp. citri (Asiatischer Zitruskrebs) bildet erhabene, korkige, hell- bis dunkelbraune, blasenartige Pusteln, die auf BEIDEN Blattseiten sowie an Zweigen und Früchten aufbrechen; reife Läsionen haben ein raues, kraterförmiges Zentrum, einen deutlich wassergetränkten Rand und einen leuchtend gelben Hof, und dieselben korkigen Flecken verschorfen auch die Fruchtschale. Mycosphaerella citri (Fettfleckenkrankheit) erzeugt dagegen gelbe, durchscheinende Blasen, die zu erhabenen braun-schwarzen, 'fettig' bzw. ölig wirkenden Flecken vor allem auf der BLATTUNTERSEITE werden, mit einer entsprechenden stumpf-gelben Sprenkelung auf der Oberseite, und sie löst starken Blattfall aus, ohne die Frucht wie der Krebs zu verschorfen. Entscheidend: Krebspusteln sind trocken, korkig und auf beiden Seiten sowie an Frucht/Zweig von einem gelben Ring umgeben; Fettflecken sehen ölig aus, sitzen vorwiegend unterseits und verursachen Entlaubung. Da der Zitruskrebs ein meldepflichtiger EU-Quarantäneschädling ist, müssen verdächtige korkige Pusteln mit gelbem Hof Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO) gemeldet werden.
- Zitrus-Blattminiermotte
So unterscheidet man sie: Xanthomonas citri subsp. citri (Zitruskrebs) bildet erhabene, korkige, hellbraune bis braune blasenartige Läsionen auf Blättern, Zweigen und Früchten, meist mit eingesunkener Mitte und leuchtend gelbem Hof; die Läsionen sind fest, aufplatzend und auf BEIDEN Blattseiten sichtbar, auf der Frucht entstehen raue, schorfige Pusteln. Phyllocnistis citrella (Zitrusminiermotte) hinterlässt überhaupt keine korkigen Pusteln: ihre Larve frisst dicht unter der Blattoberfläche und erzeugt einen dünnen, silbrigen, gewundenen 'Schneckenspur'-Gang mit einer dunklen Kotlinie in der Mitte, fast immer an jungen Trieben, die sich dann kräuseln. Korkige erhabene Flecken mit gelbem Hof, die sich rau anfühlen, deuten auf Krebs; ein gewundener silberner Gang mit schwarzem Faden im Blatt ist die harmlose Miniermotte. Beachten Sie: Krebs befällt oft die Ränder alter Miniergänge — achten Sie gezielt auf die festen Pusteln.
Behandlung
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