Dr. Phyto
Wurzel- und Fußfäule der Zitrus
Phytophthora citrophthora
Symptome
Dunkle gummiartige Läsionen am Stammfuß, vergilbende Blätter.
Leicht verwechselt mit
- Mal Secco / Tracheomykose der Zitrus
So unterscheidet man sie: Plenodomus tracheiphilus (Mal secco) ist eine Gefäßwelke: Achten Sie auf plötzliches Absterben, das an den Triebspitzen beginnt, und einseitiges 'Verfahnen' der Äste; die Blätter vergilben und fallen ab, während der Blattstiel oft hängen bleibt. Das diagnostische Zeichen ist innen — schneiden Sie einen welkenden Zweig auf, und Sie sehen eine rosa bis lachsfarbene oder orange Verfärbung des Holzes unter der Rinde; auch neue Triebe aus dem Stamm zeigen diesen Fleck. Phytophthora citrophthora befällt zuerst die Basis, nicht die Krone: Untersuchen Sie Stammfuß und Hauptwurzeln auf dunkle, wassergetränkte Rinde, die bernsteinfarbenes Gummi absondert (Gummifluss), wobei die Rinde reißt und sich ablöst und am Boden eine braune, faule, säuerlich riechende Innenschicht freilegt. Der Schaden von Mal secco läuft von oben nach unten durch das Gefäßsystem; Phytophthora läuft vom Boden nach oben, und das Holz unter einem Mal-secco-Zweig ist rosa verfärbt, während ein Phytophthora-Stamm oberflächliches Gummi und faule Rinde zeigt.
- Tristezavirus
So unterscheidet man sie: Der Niedergang durch das Citrus-tristeza-Virus (CTV) zeigt sich zuerst in der Krone, ohne Fäulnis am Stammfuß: Blätter werden blass und gelb mit Adernaufhellung, die Krone wird schütter und schüsselt sich, und auf empfindlicher Sauerorangen-Unterlage welkt der ganze Baum und bricht plötzlich zusammen (Schnellniedergang). Schält man die Rinde knapp oberhalb der Veredlungsstelle, sieht man eine wabenartige Tüpfelung und eine braune Linie abgestorbenen Gewebes an der Veredlung, während der Stammfuß fest und trocken bleibt. Auf Grapefruit und manchem Süßorangen-Holz findet man zudem Stammtüpfelung: lange schmale Rillen unter der Rinde an Zweigen und Ästen. Kein Gummifluss, keine Läsion an der Bodenlinie. Phytophthora citrophthora greift vom Boden und Stammfuß her an: Achten Sie auf dunkle, wassergetränkte Rindenkrebse am Wurzelhals/Stammfuß, die bernsteinbraunes Gummi absondern (Gummosis), wobei die Rinde austrocknet, aufreißt und abblättert und totes braunes Holz genau an oder knapp unter der Bodenlinie freilegt. Kratzt man an den Faserwurzeln, sind sie geschwärzt und faul mit säuerlichem Geruch, und nach Regen sieht man eventuell Braunfäule an tief hängenden Früchten. Die Vergilbung der Krone und das Absterben sind hier eine Folgeerscheinung der verfaulten Wurzeln und des umgürteten Stammes, der verräterische Schaden liegt also unten (Wurzelhals, Wurzeln, Bodenlinie), nicht im Holz der Veredlungsstelle. Keine wabenartige Rindentüpfelung.
Behandlung
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