Dr. Phyto

Fruchtfäule (Monilinia fructigena)

Monilinia fructigena

Symptome

Weiche Braunfäule reifender Früchte, lederfarbene Sporenpolster in konzentrischen Ringen, über den Winter an Zweigen haftende Fruchtmumien, rasche Ausbreitung an sich berührenden Früchten in dichten Büscheln.

Leicht verwechselt mit

  • Quitten-Schwarzknoten-Krebs

    So unterscheidet man sie: Monilinia fructigena: Achten Sie an der Frucht auf eine sich ausbreitende weiche Braunfäule mit erhabenen hellbraun-beigen Sporenpolstern (Sporodochien), die in konzentrischen Ringen auf der faulenden Oberfläche angeordnet sind; mumifizierte Früchte bleiben am Zweig hängen und die Infektion wandert in den Fruchtspieß und verursacht Blüten- und Zweigbrand. Diaporthe perniciosa: Achten Sie an Zweigen und dünnen Ästen auf eingesunkene, scharf begrenzte Rindenkrebse und fortschreitendes Absterben, wobei die abgestorbene Rinde mit winzigen schwarzen pickelartigen Fruchtkörpern (Pyknidien) besetzt ist, die bei feuchtem Wetter blasse Ranken absondern; Fruchtläsionen sind fester, dunkler und zeigen keine geordneten konzentrischen hellen Ringe.

  • Apfelwickler

    So unterscheidet man sie: Schaden durch Cydia pomonella (Apfelwickler) zeigt sich als einzelnes, rundes Einbohr-/Ausbohrloch an der Quitte, meist nahe dem Kelch (Auge) oder an Berührungsstellen zweier Früchte, verschlossen oder umrandet von rötlich-braunem, krümeligem Kot (Frass). Schneidet man die Frucht auf, findet man einen geschwungenen Gang zum Kerngehäuse, angefressene Kerne und oft eine rosa-weiße Raupe mit dunklem Kopf. Das Fleisch um den Gang ist weitgehend intakt, nicht weich. Monilinia fructigena (Fruchtfäule/Braunfäule) ist ein sich ausbreitender, weicher, hell- bis schokoladenbrauner Faulfleck, der einen Großteil der Frucht bedeckt und mit konzentrischen Ringen kleiner beiger bis cremefarbener Sporenpolster besetzt ist. Es gibt keinen Insektengang; der ganze Faulbereich ist weich und wässrig, und befallene Früchte schrumpfen oft zu einer harten Mumie, die am Ast haften bleibt.

  • Feuerbrand

    So unterscheidet man sie: Erwinia amylovora (Feuerbrand) ist ein Bakterium: befallene Quittenblüten und Triebspitzen welken plötzlich und verfärben sich dunkelbraun bis schwarz, wie von Feuer versengt, die Triebspitze krümmt sich zum typischen Hirtenstab, und bei warm-feuchtem Wetter treten milchig-weiße bis bernsteinfarbene Bakterienschleimtropfen aus dem geschwärzten Gewebe aus, während die Rinde unter dem abgestorbenen Fruchtspieß eingesunken und wasserdurchtränkt wirkt. Monilinia fructigena (Fruchtfäule/Spitzendürre) ist ein Pilz: abgestorbene Blüten und Spieße werden hell- bis mittelbraun (nicht das tiefe Schwarz des Feuerbrands), es gibt keinen Schleim und keinen Hirtenstab, und auf abgestorbenem Gewebe, Triebkrebsen und vor allem auf faulenden Früchten bildet er hellbraun-graue Sporenpolster (Sporodochien) in konzentrischen Ringen. Sehen Sie geschwärzte, welke Blüten mit klebrigem Schleim und hakenförmiger Triebspitze, behandeln Sie es als Feuerbrand-Verdacht und melden Sie es Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO), da Erwinia amylovora in der EU ein geregelter/meldepflichtiger Organismus ist.

  • Amerikanische Fruchtfäule

    So unterscheidet man sie: Beide Pilze verursachen Braunfäule an Aprikosen mit konzentrischen Ringen aus polsterartigen, beige-braunen Sporenlagern (Sporodochien) auf der faulenden Frucht, sodass das Fruchtsymptom allein keine Unterscheidung erlaubt. Die häufige Monilinia fructigena bildet eher beige bis ockergraue Sporodochien, breitet sich meist langsamer aus und schädigt vor allem reife und verletzte Früchte spät in der Saison; mumifizierte Früchte bleiben am Baum hängen. Die Quarantäneart Monilinia fructicola ist in der Regel aggressiver: sie verursacht rasch fortschreitende Fruchtfäule, reichlich feine grau-braune Sporenmassen sowie Blütenbräune mit gummiartigen Krebsstellen und Triebsterben an blühenden Zweigen, oft früh in der Saison. Da sich die sichtbaren Zeichen stark überschneiden, lassen sich beide im Feld NICHT sicher trennen — eine Laborbestätigung (Kulturmorphologie oder PCR) ist nötig, und ein Verdacht auf M. fructicola ist ein meldepflichtiger Quarantänefall.

  • Europäische Spitzendürre

Behandlung

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