Dr. Phyto
Apfelwickler
Cydia pomonella
Symptome
Kleines Einbohrloch in der Fruchtschale (oft nahe dem Kelch) mit rötlichem Kotauswurf, braune Fraßgänge durch das Fruchtfleisch bis zum Kerngehäuse, vorzeitiger Fruchtfall, Larven in aufgeschnittenen Früchten sichtbar.
Leicht verwechselt mit
- Fruchtfäule (Monilinia fructigena)
So unterscheidet man sie: Schaden durch Cydia pomonella (Apfelwickler) zeigt sich als einzelnes, rundes Einbohr-/Ausbohrloch an der Quitte, meist nahe dem Kelch (Auge) oder an Berührungsstellen zweier Früchte, verschlossen oder umrandet von rötlich-braunem, krümeligem Kot (Frass). Schneidet man die Frucht auf, findet man einen geschwungenen Gang zum Kerngehäuse, angefressene Kerne und oft eine rosa-weiße Raupe mit dunklem Kopf. Das Fleisch um den Gang ist weitgehend intakt, nicht weich. Monilinia fructigena (Fruchtfäule/Braunfäule) ist ein sich ausbreitender, weicher, hell- bis schokoladenbrauner Faulfleck, der einen Großteil der Frucht bedeckt und mit konzentrischen Ringen kleiner beiger bis cremefarbener Sporenpolster besetzt ist. Es gibt keinen Insektengang; der ganze Faulbereich ist weich und wässrig, und befallene Früchte schrumpfen oft zu einer harten Mumie, die am Ast haften bleibt.
- Apfelfruchtfliege
So unterscheidet man sie: Der Apfelwickler hinterlässt ein einzelnes, gut sichtbares rundes Einbohrloch (oft am Kelch oder an der Fruchtseite), das mit einem Häufchen feuchtem, rotbraunem, krümeligem Kot (Bohrmehl) nach außen verstopft ist. Beim Aufschneiden findet man eine Raupe: rosa-weißlich, bis 18-20 mm lang, mit deutlichem braunem Kopf und drei Paar echten Beinen, die geradewegs zum Kerngehäuse bohrt und es aushöhlt. Der Gang im Fruchtfleisch ist breit und mit dunklem Kot gefüllt und führt meist zum Kerngehäuse. Am auffälligsten im Hoch- bis Spätsommer an hängenden Früchten. Die Apfelfruchtfliege (ein EU-Quarantäneschädling) hinterlässt KEIN einzelnes Bohrloch mit äußerem Kot; stattdessen zeigt die Schale winzige Eiablage-Einstiche, die sich zu kleinen, eingedellten, vertieften Grübchen entwickeln und die Frucht oft holprig oder verformt erscheinen lassen. Aufgeschnitten ist das Fruchtfleisch von schmalen, gewundenen braunen Gängen ('Eisenbahnschienen') durchzogen und enthält bein- und kopflose weiße Maden (keine echten Beine, keine dunkle Kopfkapsel) bis ca. 8 mm, an einem Ende zugespitzt. Es gibt keinen zentralen, kotgefüllten Kerngang. WICHTIG: Dieser Schädling ist in der EU nicht etabliert - bei Verdacht sofort der nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO) melden.
Behandlung
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