Dr. Phyto

Buchsbaumtriebsterben

Calonectria pseudonaviculata

Symptome

Dunkelbraune runde Flecken auf den Blättern mit dunkleren Ringen, schwarze Streifen auf den grünen Stängeln (sehr diagnostisch — bakterielle Krankheiten erzeugen keine Streifen), Entlaubung von der Pflanzenbasis nach oben, die kahle braune Stängel hinterlässt, weiße Sporenmassen an den Blattunterseiten bei feuchten Bedingungen, ganze Pflanzen sterben innerhalb von 2–3 Jahren ab.

Leicht verwechselt mit

  • Buchsbaum-Volutella-Welke

    So unterscheidet man sie: Calonectria pseudonaviculata (Buchsbaumtriebsterben) zeigt dunkelbraune bis schwarze, rauten- oder kreisförmige Blattflecken, die rasch zusammenfließen, sowie das wichtigste Merkmal: schmale SCHWARZE Längsstreifen und Läsionen entlang der grünen Triebe und Zweige. Bei Feuchtigkeit tragen die Blattunterseiten dichten, weißen, watteartigen Sporenbelag (Konidienmassen). Der Blattfall ist schnell und stark, zurück bleiben kahle Zweige, und die Krankheit breitet sich in wachsenden Flecken durch die Pflanzung aus. Volutella buxi (Volutella-Triebsterben) färbt die Blätter dagegen gleichmäßig hellbraun, strohfarben bis bronzefarben, wobei sie oft an der Pflanze hängen bleiben statt sauber abzufallen; die Triebe haben keine scharfen schwarzen Streifen, und bei nasser Witterung bilden sich lachsrosa bis korallenorange (nicht weiße) Sporenpolster auf Blattunterseiten und toten Zweigen. Sie tritt meist nach Winterschäden, Schnittwunden oder an gestressten, geschwächten Pflanzen auf und breitet sich nicht aggressiv durch gesundes Gewebe aus.

  • Buchsbaumzünsler

    So unterscheidet man sie: Buchsbaum-Triebsterben (Pilzkrankheit): Achten Sie auf dunkelbraune bis schwarze, runde Blattflecken, oft mit hellerem Rand, und auf auffällige schwarze bis dunkelbraune Streifen/Läsionen an den grünen Trieben (diese Stängelschwärzung ist das deutlichste Zeichen). Befallene Blätter werden strohbraun und fallen rasch ab, sodass kahle Stellen entstehen. Bei Feuchtigkeit zeigt die Blattunterseite einen weißen, reifartigen Pilzbelag (Sporenmassen). Entscheidend: KEINE Raupen, keine Gespinste und keine angefressenen Blattränder — es handelt sich um Fäule/Flecken, nicht um Fraß. Schaden durch den Buchsbaumzünsler (Raupenfraß): Achten Sie auf grüngelbe Raupen (bis 4 cm) mit schwarzem Kopf und schwarz-weißen Längsstreifen sowie auf feine weiße Gespinste, die Blätter und Triebe zusammenkleben. Blätter sind skelettiert oder von den Rändern her angefressen; zwischen den Gespinsten finden sich grün-schwarzer Kot und helle Häutungsreste. Die Triebe behalten ihre gesunde Farbe und zeigen NICHT die schwarzen Streifen des Triebsterbens; bei starkem Befall bleibt nur kahles Geäst, doch die Bräunung entsteht durch Fraß, nicht durch Flecken.

Behandlung

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