Dr. Phyto
Thunberg-Berberitze
Berberis thunbergii
Krankheiten & Schädlinge an dieser Pflanze
- Berberitzen-Echter MehltauErysiphe berberidis
Auf der Ober- und Unterseite der Blätter sowie an jungen Triebspitzen und den grünen Stängeln von Berberis thunbergii bildet sich ein feiner, weißlich-grauer, mehliger Belag. Befallene Neutriebe bleiben im Wuchs zurück, kräuseln sich oder verdrehen sich; stark befallene Blätter vergilben, werden braun und fallen vorzeitig ab, sodass dünne, verformte Triebe zurückbleiben. Der mehlige Belag lässt sich leicht mit dem Finger abwischen, was ihn von Staub oder Spritzrückständen unterscheidet; spät im Jahr können winzige schwarze, stecknadelkopfgroße Fruchtkörper (Chasmothecien) die weißen Beläge sprenkeln. Auf rotlaubigen Sorten hebt sich der silbrig-weiße Film besonders deutlich vom dunklen Laub ab.
- DickmaulrüsslerOtiorhynchus sulcatus
Charakteristische U-förmige Einkerbungen an den Blatträndern (ähnlich wie Sitona an Leguminosen), C-förmige weiße beinlose Larven (bis zu 10 mm), die in Töpfen an den Wurzeln fressen, plötzlicher Pflanzenkollaps im Sommer trotz normaler Bewässerung (die Larven haben alle Wurzeln gefressen), adulte Tiere nachts beim Fressen am Laub sichtbar.
- Verticillium-WelkeVerticillium dahliae
Ein halber Baum welkt im Sommer, während die andere Hälfte grün bleibt, schwärzliche Verfärbung im Querschnitt des befallenen Holzes, teilweise Erholung im Winter, dann Rückfall, Absterben über 2–4 Vegetationsperioden.
- Phytophthora-WurzelhalsfäulePhytophthora cinnamomi
Plötzliches Welken und Zusammenbruch ausgewachsener Bäume bei sommerlichem Hitzestress, dunkle eingesunkene Krebsstellen am Stammfuß, die oft dunklen Saft absondern, das Wurzelsystem bis auf wenige weiße Feinwurzeln verfault, allmählicher allgemeiner Rückgang und schütteres Laub 1-3 Jahre vor dem endgültigen Zusammenbruch, charakteristische V-förmige Läsion an der Bodenlinie beim Ablösen der Rinde.
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