Dr. Phyto
Rotes Straußgras
Agrostis capillaris
Krankheiten & Schädlinge an dieser Pflanze
- SchneeschimmelMicrodochium nivale
Flecken abgestorbener Keimlinge, die nach der Schneeschmelze auftreten, rosa-weißes, flauschiges Myzel, das die Pflanzen an kalten, feuchten Morgen überzieht, überlebende Pflanzen sind kümmerlich mit brauner Halsbasisfäule.
- Dollarflecken (Rasenkrankheit)Clarireedia jacksonii
Kleine, runde, strohfarbene eingesunkene Flecken etwa münzgroß (2–6 cm), die zu größeren ausgebleichten Stellen verschmelzen können; einzelne Grashalme zeigen eine hellbraune Läsion mit einem dunkleren rotbraunen Band quer übers Blatt; im Morgentau feines weißes spinnwebartiges Myzel sichtbar.
- Rotspitzigkeit (Rasenkrankheit)Laetisaria fuciformis
Unregelmäßige Flecken aus ausgebleichtem, strohrosa Gras von wenigen cm bis ~25 cm; aus der Nähe binden winzige korallenrosa bis rote gelatinöse Fäden und verzweigte Nadeln die toten Blattspitzen zusammen — das Diagnosezeichen; bei feuchtem Wetter zartrosa Watte. Nur das Blatt stirbt, nicht die Wurzel, der Rasen erholt sich.
- Schwarzbeinigkeit (Take-all-Flecken)Gaeumannomyces avenae
Etwa kreisrunde, eingesunkene Flecken von 5–60 cm, zuerst orange-bronzefarben, dann strohfarben bis grau; am stärksten auf Straußgras. Die Mitte erholt sich oft und wird von Unkräutern oder anderen Gräsern besiedelt ('Froschaugen'-Ring). Wurzeln sind geschwärzt, verfault und lösen sich leicht; am schlimmsten auf alkalischen, sandigen oder frisch gekalkten Böden 1–3 Jahre nach Anlage.
- Grauer Schneeschimmel (Typhula-Fäule)Typhula incarnata
Kreisrunde, ausgebleichte, strohgrau bis silbrige Flecken bis etwa 30 cm Durchmesser, die beim Abschmelzen des Schnees im Spätwinter und Frühjahr erscheinen. Die Blätter im Fleck sind verklebt und wassergetränkt, oft mit grauweißem Pilzgeflecht; das diagnostische Merkmal sind winzige harte rotbraune bis dunkle Dauerkörper (Sklerotien, stecknadelkopfgroß) in abgestorbenen Blättern und Kronen. Der Schaden betrifft meist nur die Blätter, daher erholen sich betroffene Rasenflächen mit Wiederbeginn des Wachstums in der Regel.
- Moosbefall (Rasen)Lawn moss invasion
Weiche, niedrige Polster aus grünem bis gelbgrünem Moos breiten sich zwischen den Graspflanzen aus, besonders an schattigen, feuchten, verdichteten oder schlecht entwässerten Stellen und unter Bäumen. Das Gras dünnt aus, die Oberfläche fühlt sich schwammig an, und im Winter kann das Moos große Flächen beherrschen, oft dort, wo der Rasen sehr kurz gemäht wird.
- Rasen-Anthraknose (Stängelgrund- und Blattfäule)Colletotrichum cereale
Unregelmäßige gelbe bis orange-bronzefarbene Flecken, oft am stärksten auf einjährigem Rispengras (Poa annua) unter Stress. Die Blattfäule zeigt rotbraune Blattverbräunungen; die schädlichere Stängelgrundfäule schwärzt und verfault Krone und Halmbasis, sodass sich Pflanzen leicht herausziehen lassen. Mit der Lupe sind winzige schwarze Fruchtkörper mit steifen schwarzen Borsten (Setae) auf abgestorbenem Gewebe erkennbar. Am schlimmsten im Sommer auf stickstoffarmem, trockengestresstem, verdichtetem oder tief gemähtem Rasen.
- Wiesenschnaken-Larven (Tipula / „Erdschnaken")Tipula paludosa
Vergilbende, ausdünnende und abgestorbene Rasenstellen, die sich leicht abheben lassen, weil die Wurzeln gefressen wurden; gräulich-braune, beinlose, zählhäutige Larven bis ~3 cm in den obersten cm des Bodens; Vögel, Dachse oder Füchse reißen den Rasen auf; Schaden im Frühjahr am stärksten.
- Trockenheits-Ruhephase (Rasen)Lawn drought dormancy
Große, unregelmäßige Rasenflächen verfärben sich bei Hitze und Trockenheit gleichmäßig strohgelb bis hellbraun, meist zuerst an den sonnigsten, exponiertesten Stellen und über sandigem oder flachgründigem Boden. Fußabdrücke bleiben sichtbar eingedrückt (kein Zurückfedern), aber die Triebbasis bleibt lebendig und das Gras ergrünt nach Regen wieder.
- HexenringMarasmius oreades
Bögen oder vollständige Ringe von unter einem Meter bis zu vielen Metern Durchmesser aus dunkelgrünem, schnell wachsendem Gras, oft mit einem Streifen abgestorbenen oder ausgedünnten Rasens direkt innen, und kleinen hellbraunen Pilzen nach Regen. Bei Trockenheit wird die Ringzone hydrophob (wasserabweisend), sodass das Gras dort welkt und bräunt, obwohl der umgebende Rasen grün ist; Pilzgeruch und weiße Pilzfäden finden sich in Filz und Boden.
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