Dr. Phyto
Zypressenkrebs
Seiridium cardinale
Symptome
Vereinzelt abgestorbene Äste in der grünen Krone (Fahnen), Harzaustritt aus Krebsstellen, eingesunkene Rinde.
Leicht verwechselt mit
- Thuja-Triebspitzenbräune (Kabatina)
So unterscheidet man sie: Kabatina thujae tötet nur die Spitzen der vorjährigen Triebe: im Frühjahr sieht man verstreute, braun bis aschgrau abgestorbene Triebspitzen von wenigen Zentimetern Länge, scharf vom gesunden grünen Laub abgegrenzt, oft mit einem schmalen grauen Band und winzigen schwarzen Fruchtkörpern (Acervuli) genau an der Grenze, wo die tote Spitze auf den lebenden Trieb trifft — ganz ohne Harz und ohne eingesunkene Rinde. Seiridium cardinale lässt dagegen ganze Zweige und Äste rostrot verfärben und von größeren, gürtelförmigen Krebsstellen am verholzten Stamm her absterben: man achtet auf einen länglichen, leicht eingesunkenen Krebs mit aufgerissener Rinde, aus der klebriges klares bis bernsteinfarbenes Harz quillt, mit dunklen Pusteln auf der Krebsfläche, der alles dahinter abtötet. Kurz: kleine tote Triebspitzen mit schwarz punktiertem Rand und ohne Harz weisen auf Kabatina hin, während harzende, eingesunkene Stammkrebse mit ganzen rostroten Fahnenästen auf Seiridium deuten.
- Zypressenblattlaus
So unterscheidet man sie: Seiridium cardinale (Zypressenkrebs, ein Pilz) und Cinara cupressi (Zypressenlaus, ein Insekt) lassen das Thuja-Laub beide braun werden, aber die Ursache unterscheidet sich. Bei Seiridium findet man an verholzten Zweigen und Ästen eingesunkene, harzaustretende Krebsstellen mit scharfer Grenze zwischen lebender und toter Rinde; hinter der Umringelung verfärbt sich das Laub von gelb zu fuchsrot, und winzige schwarze Fruchtkörper (Pyknidien) sprenkeln die abgestorbene Rinde. Bei Cinara gibt es keinen Krebs und keinen Harzfluss: man findet Kolonien großer grau-brauner, weichhäutiger Läuse im inneren Kronenbereich entlang der Zweige, klebrigen Honigtau, schwarzen Rußtau auf dem Laub und diffuse Braunfärbung, die unten und innen in der Krone beginnt, wo die Kolonien saugen. Prüfe stets die Rinde auf eine klar abgegrenzte Harzläsion (Krebs) gegenüber lebenden Läusen und Honigtau (Laus).
- Hallimasch (Armillaria-Wurzelfäule)
So unterscheidet man sie: An Thuja occidentalis verursachen sowohl Seiridium cardinale (Zypressenkrebs) als auch Armillaria mellea (Hallimasch) eine flächige Braunfärbung und vereinzelt abgestorbene Äste, doch die entscheidenden Zeichen liegen an verschiedenen Stellen. Seiridium zeigt eingesunkene Krebsstellen an Zweigen, Ästen und am oberen Stamm, oft mit aufgerissener rotbrauner Rinde und einem typischen Austritt von klarem bis bernsteinfarbenem Harz rund um die Wunde; das Laub hinter einem umgürteten Ast wird rostbraun, während der Rest der Pflanze grün bleiben kann ('Flaggen'-Bild). Armillaria greift von unten an: schält man die Rinde am Wurzelhals und Stammfuß ab, findet man einen cremeweißen Pilzfächer (Mycel), der nach Pilz riecht, dazu schwarze schnürsenkelartige Rhizomorphe im Boden und im Herbst honigfarbene Pilzbüschel am Stammfuß; der Niedergang ist hier gleichmäßiger und die ganze Pflanze stirbt zusammen ab statt Ast für Ast.
Behandlung
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