Dr. Phyto

Pythium-Wurzelfäule

Pythium aphanidermatum

Symptome

Vergilbende und welkende Blätter trotz nasser Erde (die diagnostische Kombination), braune, matschige Wurzeln beim Austopfen der Pflanze, fauliger erdiger Geruch von verrottenden Wurzeln, Pflanze lässt sich leicht aus dem Topf ziehen, wobei der grösste Teil des Wurzelsystems im Substrat zurückbleibt, in schweren Fällen Erweichung der Stängelbasis und Schwarzfärbung an der Erdlinie.

Leicht verwechselt mit

  • Fusarium-Blattfleckenkrankheit der Dracaena

    So unterscheidet man sie: Fusarium proliferatum an Dracaena fragrans zeigt sich zuerst an den Blättern selbst: einzelne rotbraune bis hellbraune Blattflecken, oft mit gelbem Hof, beginnend an Blattspitze oder -rand und entlang der Blattspreite verlaufend, manchmal zu trockenen nekrotischen Streifen zusammenfließend. Die Stamm-/Kronenfäule ist trocken und faserig; ein Schnitt durch den Stamm zeigt rotbraune bis rosafarbene Gefäßverfärbung, und bei feuchten Bedingungen kann ein lachsrosa bis weißer Pilzschimmel auf den Läsionen entstehen. Die Wurzeln können weitgehend intakt aussehen. Pythium aphanidermatum ist dagegen eine Wurzel- und Kronenfäule: Die unteren Blätter werden gleichmäßig chlorotisch und welken dann von unten nach oben, deutliche Flecken auf der Spreite sieht man jedoch selten. Zieht man die Pflanze heraus, verraten es die Wurzeln — weich, braun bis schwarz, matschig und wassergetränkt, wobei sich die äußere Rinde ablöst und der innere Faden (Zentralzylinder) beim Ziehen herausrutscht. Auslöser sind Überwässerung, staunasses oder schlecht durchlässiges Substrat und warme Temperaturen; die Krone bleibt schleimig/nass statt trocken und faserig.

  • Trauermücke

    So unterscheidet man sie: Bradysia coprophila (Trauermücke) zeigt winzige dunkle Mücken, die über die Erdoberfläche laufen oder schwach fliegen, sowie schlanke 5-6 mm lange Larven mit glänzend schwarzem Kopf und durchsichtig-weißem Körper, die sich im obersten Zentimeter der nassen Erde winden; oft sieht man einen schleimigen Glanz oder Pilzbelag auf der Oberfläche. Pythium aphanidermatum (Wurzelfäule) erzeugt KEINE Insekten: stattdessen werden Stängelbasis und Wurzeln weich, braun bis schwarz und matschig, und die feinen Wurzelspitzen lösen sich, sodass die äußere Wurzelhülle abstreift und ein nackter Faden zurückbleibt. Bei Pythium welkt die Dracaena trotz nasser Erde und die unteren Blätter vergilben von unten nach oben, während durch Trauermücken geschädigte Pflanzen langsamer kränkeln und das sichtbare Erkennungszeichen die fliegenden Mücken und Larven an der Oberfläche sind, nicht faule Wurzeln.

  • Lavendel-Wurzelfäule

    So unterscheidet man sie: An einer ZZ-Pflanze erzeugen Phytophthora nicotianae und Pythium aphanidermatum dasselbe Bild von Staunässe — vergilbende, welkende Blätter über nassem Substrat mit weichem, dunklem, matschigem Stängelgrund und faulen Wurzeln — und sind daher mit bloßem Auge nicht sicher zu unterscheiden. Tendenziell beginnt Phytophthora nicotianae häufiger als zunächst feste, dann speckige schokoladenbraune bis schwärzliche Läsion am Wurzelhals/an der Erdlinie, die mit recht klarer dunkler Begrenzung in die unteren Blattstiele aufsteigt; faule Wurzeln behalten eine äußere 'Haut', die sich vom festen inneren Kern abstreifen lässt. Pythium aphanidermatum ist typischerweise ein schnellerer, schleimigerer Zusammenbruch der feinen Saugwurzeln und Wurzelspitzen, die wässrig hellbraun werden und zerfallen, wobei sich die äußere Rinde als nasser Schlauch ablöst und nackte fadenförmige Zentralstränge zurücklässt — begünstigt durch warmen, wassergesättigten Boden. Da sich diese Merkmale stark überschneiden, gilt die Bestimmung als unbestätigt: nur ein Labortest (Kultur, ELISA oder PCR an den Wurzeln) trennt beide zuverlässig.

Behandlung

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