Dr. Phyto
Krautfäule
Phytophthora infestans
Symptome
Wässrig durchtränkte olivgraue Flecken, die sich rasch ausbreiten.
Leicht verwechselt mit
- Dürrfleckenkrankheit
So unterscheidet man sie: Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani): konzentrische dunkle Flecken mit Zielscheiben-Ringen, zuerst an den ÄLTEREN, unteren Blättern, trocken und brüchig, breitet sich langsam bei warmem, erst trockenem, dann feuchtem Wetter aus. Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans): fettig wirkende, graugrüne, wässrig durchtränkte Flecken an BELIEBIGEN Blättern sowie an den Stängeln, bei Feuchtigkeit ein feiner weißer Schimmel auf der Unterseite, und die ganze Pflanze kann innerhalb von Tagen zusammenbrechen.
- Samtfleckenkrankheit (Cladosporium)
So unterscheidet man sie: Tomaten-Samtfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum): blassgelbe Flecken auf der oberen Blattoberfläche mit einem olivgrünen, samtigen Schimmel direkt darunter, in feuchten Gewächshäusern, ohne wässrige Durchtränkung. Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans): fettig wirkende, wässrig durchtränkte graugrüne Läsionen mit weißer Sporenbildung, tötet Blätter und Stängel schnell ab.
- Tomaten-Fusariumwelke
So unterscheidet man sie: Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici (Fusarium-Welke) ist eine Gefäßkrankheit: Die unteren Blätter vergilben fortschreitend, oft nur an einer Pflanzen- oder Blattseite, welken in der Tageshitze und erholen sich anfangs nachts. Es gibt KEINE Blattflecken und KEINEN Schimmel; entscheidend ist die braune Gefäßverfärbung im Stängel, sichtbar wenn man ihn nahe der Basis längs aufschneidet. Der Verfall verläuft langsam und chronisch über Wochen. Phytophthora infestans (Kraut- und Braunfäule) erzeugt dagegen dunkle, fettig-wasserdurchtränkte Flecken auf Blättern und Stängeln, mit weißem, flaumigem Schimmel auf der Blattunterseite bei feuchtem Wetter sowie festen, fettig-braunen Flecken auf grünen Früchten. Bei kühlem, nassem Wetter bricht das Laub schlagartig zusammen, ohne innere Gefäßbräunung.
- Schwarzbeinigkeit / Nassfäule
So unterscheidet man sie: Phytophthora infestans (Kraut- und Knollenfäule): Achten Sie auf graugrüne bis braune, wässrig durchtränkte Flecken, die an Fiederblättchen und oberen Stängeln beginnen, oft mit blasserem Rand; bei kühlem, feuchtem Wetter (besonders über Nacht) umsäumt ein weißer, pelziger Schimmel die Fleckenränder auf der Blattunterseite. Stängelfäulen sind fest, dunkelbraun und trocken bis ledrig, nicht schleimig, und befallene Knollen zeigen unter der Schale eine rostbraune, körnige Fäule. Die Krankheit breitet sich von der Belaubung nach unten aus, daher werden Kronendach und Triebspitzen zuerst befallen. Pectobacterium atrosepticum (Schwarzbeinigkeit): Schauen Sie auf die Stängelbasis — eine tintenschwarze, weiche, schleimige Nassfäule steigt von der Pflanzknolle den Stängel hinauf, das Gewebe riecht faulig und verschmiert beim Zusammendrücken, und es tritt nie weißer Schimmel auf. Pflanzen vergilben und welken von unten nach oben bei warmem, nassem Boden.
Behandlung
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