Dr. Phyto

Dürrfleckenkrankheit

Alternaria solani

Dürrfleckenkrankheit — Alternaria solani
Dürrfleckenkrankheit · Clemson University - USDA Cooperative Extension Slide Series (CC BY 3.0 us)

Symptome

Braune Flecken mit konzentrischen Ringen auf den unteren Blättern, mit gelbem Hof.

Leicht verwechselt mit

  • Krautfäule

    So unterscheidet man sie: Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani): konzentrische dunkle Flecken mit Zielscheiben-Ringen, zuerst an den ÄLTEREN, unteren Blättern, trocken und brüchig, breitet sich langsam bei warmem, erst trockenem, dann feuchtem Wetter aus. Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans): fettig wirkende, graugrüne, wässrig durchtränkte Flecken an BELIEBIGEN Blättern sowie an den Stängeln, bei Feuchtigkeit ein feiner weißer Schimmel auf der Unterseite, und die ganze Pflanze kann innerhalb von Tagen zusammenbrechen.

  • Samtfleckenkrankheit (Cladosporium)

    So unterscheidet man sie: Die Dürrfleckenkrankheit (Frühfäule) erzeugt dunkelbraune bis schwarze, abgestorbene Flecken zuerst an den unteren, älteren Blättern, wobei jeder Fleck charakteristische konzentrische Ringe wie eine Zielscheibe zeigt (Schießscheiben-Muster). Die Flecken sind von einem gelben Hof umgeben und das betroffene Gewebe wird trocken und papierartig. Bei Fortschreiten vergilben und sterben ganze untere Blätter; gleiche ringförmige, eingesunkene Läsionen können an Stängeln und am Stielansatz der Früchte auftreten. Sie tritt bei warmem Wetter mit Wechsel von Nässe und Trockenheit auf, im Freiland wie im Gewächshaus. Die Samtfleckenkrankheit (Blattschimmel) zeigt blassgrüne bis leuchtend gelbe Flecken auf der OBERSEITE des Blattes ohne konzentrische Ringe, während sich an der entsprechenden Stelle auf der UNTERSEITE ein samtiger, olivgrüner bis graubrauner Schimmelbelag aus Sporen bildet. Diese pelzige Sporenbildung auf der Unterseite ist das entscheidende Kennzeichen und fehlt bei der Dürrfleckenkrankheit völlig. Die Blätter rollen sich ein, trocknen und fallen ab, meist beginnend im unteren Bestand. Sie wird stark durch hohe Luftfeuchte und schlechte Luftzirkulation gefördert und ist daher vor allem ein Problem im Gewächshaus und in dichten Beständen, nicht im trockenen Freiland.

  • Blütenendfäule

    So unterscheidet man sie: Die Blütenendfäule (abiotische, calciumbedingte Störung) tritt ausschließlich am Blütenende (Unterseite) der Frucht als flacher, trockener, dunkelbraun bis schwarzer, eingesunkener Fleck auf, der ledrig und fest ist, ohne Schimmel, ohne Ringe und ohne Flaum; sie beginnt oft schon an grünen Früchten und das betroffene Gewebe bleibt trocken und steril. Die Fruchtfäule durch Alternaria solani (Dürrfleckenkrankheit) bildet eine dunkle, eingesunkene Läsion meist am Stielende oder an der Schulter, nahe dem Kelch, an Rissen oder Wunden, mit charakteristischen konzentrischen dunklen Ringen (Zielscheibenmuster) und bei feuchtem Wetter häufig einem samtigen dunkeloliv bis schwarzen Schimmel. Achten Sie zuerst darauf, WO die Läsion sitzt (unten = Blütenendfäule, oben/Stiel = Dürrflecken) und ob Ringe und Pilzflaum vorhanden sind (nur bei Dürrflecken). Die Dürrfleckenkrankheit zeigt gleichzeitig braune Zielscheibenflecken mit gelbem Hof an den unteren Blättern, während die Blütenendfäule nur die Früchte betrifft.

Behandlung

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