Dr. Phyto

Falscher Mehltau des Sorghums

Peronosclerospora sorghi

Leicht verwechselt mit

  • Sorghum-Anthraknose

    So unterscheidet man sie: Bei Sorghum zeigt der Falsche Mehltau (Peronosclerospora sorghi) breite blassgrüne bis gelbe Längsstreifen parallel zur Blattachse, mit einem weiß-grauen, flaumigen Pilzbelag an der Blattunterseite bei kühlen, feuchten Morgenstunden; stark befallene Blätter reißen später längs in Fetzen und stehen schmal und aufrecht. Anthraknose (Colletotrichum sublineolum) bildet dagegen einzelne elliptische Blattflecken mit hell-strohfarbenem Zentrum und deutlichem rotem, violettem oder braunem Rand; unter der Lupe tragen die Zentren winzige schwarze Acervuli mit borstigen Setae, und der Pilz verfault auch die Mittelrippe und den Stängel (rote Innenstreifung). Der flaumige Unterseitenbelag und durchgehende Streifen sprechen für Falschen Mehltau, die berandeten Einzelflecken mit schwarzen Pünktchen für Anthraknose. Peronosclerospora sorghi ist in der EU nicht etabliert (er ist EPPO-gelistet, steht aber nicht auf der EU-Quarantäneliste); bei Verdacht auf Falschen Mehltau melden Sie diesen vor der Behandlung als Verdachtsfall Ihrem Pflanzengesundheitsdienst.

  • Kopfbrand des Sorghums

    So unterscheidet man sie: An Sorghum bicolor verformen sowohl der Sorghum-Falsche-Mehltau (Peronosclerospora sorghi) als auch der Kopfbrand (Sporisorium reilianum) die Rispe, doch die Anzeichen unterscheiden sich. Der Falsche Mehltau zeigt zuerst blasse, chlorotisch-weiße Längsstreifen auf den Blättern; bei systemisch befallenen Pflanzen zerfasern diese zu bandartigen Fetzen, und an der Blattunterseite erscheint an feuchten Morgen ein weißer, flaumiger Pilzrasen. Die Rispe wird zu einem blättrigen, sterilen 'Crazy Top' aus verdrehten, wuchernden grünen blattartigen Gebilden ohne Korn. Beim Kopfbrand wird die gesamte Rispe durch eine große Brandgalle ersetzt — eine feste weißliche Haut, die aufreißt und eine pulvrige Masse dunkel oliv-brauner bis schwarzer Teliosporen freigibt, durchzogen von beständigen dunklen Faserstrang-Resten; Blattstreifen und Zerfaserung fehlen. Schnelltest: weiße flaumige Sporulation + zerfaserte Blätter + grüne blättrige Rispe = Falscher Mehltau; schwarze pulvrige Sporenmasse mit dunklen Fäden anstelle der Rispe = Kopfbrand.

Behandlung

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