Dr. Phyto

Eschentriebsterben (Chalara)

Hymenoscyphus fraxineus

Eschentriebsterben (Chalara) — Hymenoscyphus fraxineus
Eschentriebsterben (Chalara) · Amadej Trnkoczy (amadej) (CC BY-SA 3.0)

Symptome

Welke und Schwärzung von Blättern und Trieben im Sommer; rautenförmige dunkle Läsionen an der Rinde von Stämmen und Ästen, oft um eine Blattnarbe, die den Trieb darüber umgürten und töten; die Krone verlichtet und stirbt über Jahre fortschreitend ab, mit buschigen Sekundärtrieben unterhalb; Jungbäume können in einer Saison sterben. Winzige weiße Fruchtbecher an vorjährigen Blattstielen.

Leicht verwechselt mit

  • Asiatischer Eschenprachtkäfer

    So unterscheidet man sie: Agrilus planipennis (Asiatischer Eschenprachtkäfer) ist ein Insekt: Suchen Sie an Stamm und Ästen nach den charakteristischen D-förmigen Ausbohrlöchern von etwa 3-4 mm Breite, nach gewundenen, S-förmigen Larvengängen voller Bohrmehl direkt unter der Rinde und nach Spechtabplatzungen, wo Vögel die Rinde aufhacken; der Käfer selbst ist schlank und metallisch smaragdgrün. Hymenoscyphus fraxineus (Eschentriebsterben) ist ein Pilz: Achten Sie auf rautenförmige braun-violette Rindenläsionen, die um einen Trieb oder Ast zentriert sind, auf welkende schwarzbraune Blätter mit geschwärzter Mittelrippe im Sommer und auf winzige weiß-cremefarbene becherförmige Fruchtkörper an den vorjährigen abgefallenen Blattstielen (Rachides) in der Laubstreu. Entscheidend ist die Rindenoberfläche: saubere D-förmige Löcher mit Schlängelgängen bedeuten Käfer, eingesunkene Rautenläsionen ohne Ausbohrlöcher mit am Trieb hängenden toten Blättern bedeuten Pilz.

  • Hallimasch (Armillaria-Wurzelfäule)

    So unterscheidet man sie: Armillaria mellea (Hallimasch) und Hymenoscyphus fraxineus (Eschentriebsterben) lichten beide die Krone und lassen Eschenäste absterben, prüfe deshalb Stammfuß und tote Zweige. Bei Armillaria die Rinde am Wurzelhals abheben: zwischen Rinde und Holz liegt ein cremeweißer, fächerförmiger Pilzbelag, der nach Pilz riecht, schwarze schnürsenkelartige Rhizomorphen ziehen durch Boden und Wurzeln, und im Herbst brechen am Stammfuß dichte Büschel honigbrauner Pilze mit Ring am Stiel hervor. Beim Eschentriebsterben dagegen die Triebe betrachten: längliche, rautenförmige Läsionen mit dunkelbraun eingesunkener Mitte umschließen junge Triebe dort, wo ein Seitentrieb abstarb, Blattstiele und Mittelrippe verfärben sich schwarzbraun bevor das Blatt welkt, abgestorbene Äste lösen buschige Wasserreiser am Stamm aus, und im Sommer erscheinen winzige weiße gestielte Becherchen auf der vorjährigen geschwärzten Blattstiel-Streu am Boden.

Behandlung

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