Dr. Phyto
Rosskastanien-Blattbräune (Guignardia)
Guignardia aesculi
Symptome
Unregelmäßige rotbraune abgestorbene Flecken mit einem leuchtend gelben Rand breiten sich vom Blattrand und zwischen den Adern nach innen aus, oft zusammenfließend, bis sich das Blatt einrollt und früh abfällt; winzige schwarze Fruchtpunkte sprenkeln das abgestorbene Gewebe. Anders als bei der Miniermotte gibt es KEINE Mine, keine Raupe und kein Insekt im Inneren – es ist ein Pilz, und die abgestorbenen Flecken haben einen deutlichen gelben Rand.
Leicht verwechselt mit
- Rosskastanien-Miniermotte
So unterscheidet man sie: An der Rosskastanie bräunen beide bis zum Spätsommer die Blätter, doch Ursache und Erkennungszeichen unterscheiden sich. Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella): ein INSEKT – halten Sie einen braunen Fleck gegen das Licht und Sie sehen eine hohle Mine mit einer winzigen Raupe oder Puppe im Inneren; die Flecken beginnen blass, dann rotbraun, und das Falllaub ist die Überwinterungsquelle. Rosskastanien-Blattbräune (Guignardia aesculi): ein PILZ – unregelmäßige rotbraune abgestorbene Flecken mit einem deutlichen BRIGHT YELLOW Rand, die sich vom Blattrand ausbreiten, mit winzigen schwarzen Punkten gesprenkelt, aber KEINE Mine und KEIN Insekt im Inneren. Die Bekämpfung ist für beide dieselbe (Falllaub zusammenrechen und vernichten), sodass die Unterscheidung vor allem der Beruhigung dient – keine von beiden tötet den Baum in der Regel.
- Trockenstress
So unterscheidet man sie: Die Rosskastanien-Blattbräune (Guignardia aesculi) zeigt unregelmäßige rotbraune Flecken mit leuchtend gelbem Hof und welligem dunklem Rand, die oft zwischen den Adern oder an der Blattspitze beginnen; bei genauem Hinsehen ist das abgestorbene Gewebe mit winzigen schwarzen Fruchtkörpern (Pyknidien) als schwarze Pünktchen übersät, und in feuchten Sommern fließen die Flecken zusammen, das Blatt rollt sich ein und fällt früh ab. Reiner Trockenstress (abiotisch) erzeugt dagegen eine gleichmäßige hellbraune Verbräunung allein an Blatträndern und -spitzen vieler Fiederblätter zugleich, mit weichem, gleichmäßigem Übergang von Grün zu Braun, OHNE gelben Hof und OHNE schwarze Pünktchen, am stärksten an der sonnigsten, am meisten exponierten Seite des Baumes bei Hitze und Trockenheit. Die schwarzen Pyknidien und die einzelnen umrandeten Flecken sind die entscheidenden Zeichen für den Pilz; eine gleichmäßige Randverbrennung über die ganze Krone ohne Fruchtkörper spricht für Trockenheit.
- Bakterielle Blattfleckenkrankheit
So unterscheidet man sie: An der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zeigt der Bakterienbrand (Pseudomonas syringae pv. syringae) kleine, wassergetränkte, eckige dunkelbraune Flecken, die scharf von den Blattadern begrenzt werden, oft mit schmalem gelbem Hof; bei feuchtem Wetter kann das Gewebe schleimig wirken oder austreten, die Flecken liegen verstreut auch im Blattinneren und können mit Zweig-/Knospenkrebs verbunden sein. Die Blattbräune (Guignardia aesculi) beginnt dagegen mit rotbraunen Flecken, die zu großen, unregelmäßigen, trocken-papierartigen Blattflecken anwachsen, typischerweise vom Blattrand oder der Spitze ausgehend, von einem leuchtend gelben Saum umgeben, mit eingerollten, knusprigen Rändern und winzigen schwarzen, stecknadelkopfgroßen Fruchtkörpern (Pyknidien) in den abgestorbenen Bereichen im Spätsommer. Eckige nasse, adernbegrenzte Flecken sprechen für das Bakterium; sich vom Rand ausbreitende braune Papierflecken mit schwarzen Punkten für den Pilz.
Behandlung
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