Dr. Phyto
Kirschessigfliege
Drosophila suzukii
Symptome
Braune weiche Stellen unter der Haut reifender Beeren 24-48h vor der Ernte, winzige weiße Maden im Inneren der aufgeschnittenen Frucht, die Frucht kollabiert und tritt innerhalb von 3 Tagen Saft aus, Männchen mit charakteristischem schwarzem Flügelspitzenfleck.
Leicht verwechselt mit
- Grauschimmel
So unterscheidet man sie: Drosophila suzukii (Kirschessigfliege): Die Fäule beginnt im Inneren einzelner Steinfrüchtchen, die weich, wässrig werden und einsinken, während die Frucht außen noch intakt aussieht; achten Sie auf winzige (2-4 mm) weiße, beinlose Maden, die sich im Fruchtfleisch winden, auf nadelstichartige Eiablage-Narben auf der Haut und auf kleine bernsteinfarbene Fliegen (Männchen mit je einem dunklen Fleck an der Flügelspitze), die bei warmem, feuchtem Wetter über reifenden Früchten schweben. Die Frucht tritt klaren Saft aus, bleibt formlos, ist aber NICHT mit Pilzrasen überzogen. Botrytis cinerea (Grauschimmel): Die Fäule breitet sich von der Oberfläche nach innen aus, oft beginnend am Stielansatz oder einer Wunde, und entwickelt innerhalb von ein bis zwei Tagen einen charakteristischen staubigen graubraunen, pelzigen Schimmel (sporulierendes Myzel) über den befallenen Früchtchen, besonders bei kühlem, feuchtem oder regnerischem Wetter. Es sind keine Maden vorhanden; die ganze Frucht trocknet zu einer weichen Mumie ein, statt Saft auszutreten.
- Himbeerkäfer
So unterscheidet man sie: An Rubus idaeus sind die Larven von Drosophila suzukii (Kirschessigfliege) winzig (2-3 mm), bein- und kopflose weiße Maden, die im Inneren der weichen Fruchtkügelchen reifer und überreifer Beeren fressen; die Frucht fällt in sich zusammen, tritt Saft aus und wird innerhalb von ein bis zwei Tagen eingesunken und braun, oft mit einer nadelstichgroßen Eiablagenarbe und feinen Atemfäden auf der Beerenhaut. Die Larven von Byturus tomentosus (Himbeerkäfer) sind größer (6-8 mm), gelblich-braun, deutlich gegliedert, mit dunklerem Kopf und drei Paar kurzen echten Beinen vorn, und sie fressen am Stielansatz (Fruchtboden/Zapfen), wodurch trockene, geschrumpfte, gebräunte Fruchtkügelchen entstehen statt eines nassen Zerfalls. Beine und eine harte Kopfkapsel bestätigen den Käfer; eine weiche, bein- und kopflose Made in matschiger Frucht spricht für die Fliege. Der erwachsene Himbeerkäfer ist ein kleiner, behaarter, graubrauner Käfer, den man im Frühjahr auf den Blüten sieht, keine Fliege.
- Heidelbeer-Monilinia
So unterscheidet man sie: An der Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) verursacht Drosophila suzukii (Kirschessigfliege) eine nasse, weiche Fäule: reife Beeren fallen in sich zusammen und tropfen Saft, die Haut zeigt winzige Einstichnarben/Dellen des Legestachels, und beim Aufreißen einer Beere findet man kleine weiße, beinlose Maden im Fruchtfleisch. Monilinia vaccinii-corymbosi (Mumienbeere) verursacht eine Trockenfäule: befallene Früchte werden von grün zu hellbraun/graurosa, schrumpfen und verhärten zu einer runzligen, gerippten 'Mumie' OHNE Insekt im Inneren, die oft am Strauch haftet oder zu Boden fällt. Auf Maden und nässende Weichheit achten für die Fliege; auf eine harte, vertrocknete, hohle braune Mumie (und früher geschwärzte, welke Triebspitzen und Blüten) für den Pilz.
Behandlung
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