Dr. Phyto

Gurken-Mosaikvirus

Cucumber mosaic virus

Symptome

Gelbe Mosaikmuster auf Blättern, verformtes und gekräuseltes Laub, Verkümmerung und reduzierte Blüte, infizierte Pflanzen dauerhaft unter normaler Wuchskraft, das Virus überdauert in zahlreichen Unkrautwirten als Inokulumreservoir.

Leicht verwechselt mit

  • Falscher Mehltau an Kürbisgewächsen
  • Tomatenbronzefleckenvirus

    So unterscheidet man sie: Das Gurkenmosaikvirus (CMV) zeigt an der Dahlie ein recht gleichmäßiges gelbgrünes Mosaik und Sprenkeln über die ganze Blattspreite, oft mit Kräuselung, Verschmälerung oder farnartiger Verformung der Fiederblätter, aber ohne abgestorbenes Gewebe. Das Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) beginnt mit ähnlicher chlorotischer Sprenkelung, entwickelt dann aber die verräterischen Zeichen, die CMV nie zeigt: bronzefarbene bis purpurbraune Verfärbung der Blattoberseite, konzentrische nekrotische Ringflecken und braune wellige Linienmuster sowie örtlich abgestorbene (nekrotische) Flecken und einseitiges Verkümmern des Triebs. Achten Sie auf abgestorbenes Gewebe und Ring-/Linienmuster: bei TSWV vorhanden, bei CMV fehlend. TSWV folgt zudem oft den Saugnarben von Thripsen.

  • Dahlienmosaikvirus

    So unterscheidet man sie: Das Dahlienmosaikvirus (DMV) zeigt typischerweise ein ausgepraegtes Adernbandmuster: das Gewebe direkt entlang der Haupt- und Nebenadern bleibt dunkelgruen, waehrend die Flaeche zwischen den Adern blass gelbgruen wird - ein federartiges 'Vein-Banding'. Dazu kommt oft starker Kuemmerwuchs mit verkuerzten Internodien, was zwergige, buschige Pflanzen ergibt. Das Gurkenmosaikvirus (CMV) erzeugt eher eine diffuse hell-/dunkelgruene Mosaiksprenkelung ueber das ganze Blatt verteilt, nicht an die Adern gebunden, und verursacht haeufig staerkere Blattverformungen - Verschmaelerung, Kraeuselung, Blasenbildung, Einrollen nach unten und manchmal fadenfoermige 'Schnuerschuh'-Blaetter. Achten Sie auf die regelmaessigen gruenen Korridore entlang der Adern beim DMV gegenueber der unregelmaessigen, fleckigen Sprenkelung und dem verdrehten, missgebildeten Laub beim CMV. Keines laesst sich allein mit dem Auge bestaetigen - ein Labortest (ELISA / RT-PCR) ist fuer Sicherheit noetig.

  • Bohnenspinnmilbe

    So unterscheidet man sie: Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe) erzeugt sehr feine, blasse nadelstichartige Sprenkelung, die am dichtesten entlang der Mittelrippe und am Blattgrund der Dahlie sitzt; das gesamte Blatt verfärbt sich mit zunehmendem Schaden stumpf bronzegrau, und auf den Blattunterseiten erscheinen feine Spinnfäden mit winzigen beweglichen Pünktchen (die Milben, oft mit zwei dunklen Körperflecken). Der Schaden breitet sich am schnellsten bei heißem, trockenem, staubigem Wetter aus und von den unteren, älteren Blättern nach oben. Das Gurkenmosaikvirus erzeugt dagegen ein echtes Mosaik: unregelmäßige hell-dunkelgrüne Flecken oder gelbe Marmorierung ohne Sprenkelmuster, oft mit Aufhellung der Blattadern, gekräuselten Blättern, verschmälertem oder verformtem Neuaustrieb und manchmal Ringmustern. CMV-Symptome sind systemisch (gleichmäßig über die ganze Pflanze verteilt, keine Milben oder Gespinste) und lassen sich nicht abwischen und ändern sich nicht durch Bewässerung.

  • Baumwollblattlaus

    So unterscheidet man sie: Aphis gossypii (Baumwoll-/Melonenblattlaus): Achten Sie auf die Insekten selbst — kleine (1-2 mm), weichhäutige, birnenförmige, gelbgrüne bis dunkelgrüne Blattläuse, die dicht an Unterseiten junger Blätter und an Triebspitzen sitzen. Sie hinterlassen klebrigen Honigtau und schwarzen Rußtaupilz auf unteren Blättern sowie weiße Häutungsreste. Der Schaden ist auf die Saugstellen begrenzt: Blätter rollen sich nach unten ein und kräuseln, mit diffuser Vergilbung, und oft laufen Ameisen an den Kolonien. Gurkenmosaikvirus (CMV): KEIN Insekt und kein Honigtau — stattdessen zeigt die ganze Pflanze ein systemisches hell-dunkelgrünes Mosaik und Sprenkeln gleichmäßig über viele Blätter, mit Blasen, farnblattartiger Verschmälerung der Neutriebe, deutlichem Kümmerwuchs und oft verformten, warzigen oder gesprenkelten Früchten. CMV-Symptome bleiben und verschlimmern sich, nachdem die Blattläuse weg sind, während die Blattlaus-Verformung nach Entfernen der Kolonien nachlässt.

  • Tabak-Weiße Fliege (Bemisia)
  • Ödem

    So unterscheidet man sie: Das Gurkenmosaikvirus (CMV) und das Ödem (Edema) lassen Blätter von Hoya carnosa beide gestört aussehen, ohne dass ein Insekt oder Pilz sichtbar ist, doch die Oberflächen unterscheiden sich. CMV zeigt ein flaches Mosaik aus hell- und dunkelgrünen Flecken, gelbe Sprenkelung, Ringflecken sowie verdrehtes oder verkrümmtes Neuwachstum auf der BLATTOBERSEITE — farbbasiert, systemisch, breitet sich von Blatt zu Blatt aus und verschlimmert sich mit der Zeit. Das Ödem ist rein physikalisch: einzelne erhabene, korkige, tan- bis braunfarbene warzenartige Blasen, überwiegend auf der BLATTUNTERSEITE und entlang der Adern, die man mit der Fingerspitze ertasten kann. Das Ödem folgt auf Überwässerung bei kühlen, feuchten, lichtarmen Phasen und stoppt, wenn man weniger gießt, während CMV unabhängig vom Gießen weiter fortschreitet.

  • Echter Mehltau an Kürbisgewächsen

    So unterscheidet man sie: Das Gurkenmosaikvirus (CMV) und Podosphaera xanthii (Echter Mehltau der Kürbisgewächse) können beide an jungen Kürbisblättern als blasse chlorotische Flecken beginnen, entwickeln sich aber rasch unterschiedlich. CMV erzeugt ein hell-dunkelgrünes Mosaikmuster im Blattgewebe, oft mit Blasenbildung, nach unten gewölbten Blättern und fadenförmiger Verschmälerung der Neutriebe; die Verfärbung sitzt IM Gewebe und lässt sich nicht abwischen. Echter Mehltau bildet dagegen runde, weiß-graue, pudrige Kolonien, die OBEN AUF der Oberfläche liegen (meist zuerst auf der Blattoberseite) und sich mit dem Finger abreiben lassen; das Blatt vergilbt nur unter dem Pilzbelag. CMV ist systemisch und betrifft die ganze Pflanze samt Fruchtdeformation, während Echter Mehltau oberflächlich bleibt und sich bei warmen, trockenen, schattigen Bedingungen verstärkt.

  • Bakterielle Blattfleckenkrankheit

    So unterscheidet man sie: Das Gurkenmosaikvirus erzeugt ein systemisches, diffuses hell-dunkelgrünes Mosaik mit Sprenkelung und Aufhellung der Blattadern, das gleichmäßig über das gesamte Wisteria-Blatt verteilt ist, OHNE Nekrose, Nässeflecken oder scharfe Ränder, und geht oft mit Kräuselung oder Verschmälerung der jungen Fiederblättchen einher. Pseudomonas syringae pv. syringae bildet dagegen einzelne Flecken, die zunächst wässrig durchscheinend (fettig glänzend) sind und dann zu braun-schwarzen abgestorbenen Tupfen einsinken, umgeben von einem deutlichen leuchtend gelben Hof; sie sind oft eckig, weil sie von den feinen Adern begrenzt werden, häufen sich an Blatträndern und -spitzen und treten nach kühl-nasser Frühjahrswitterung zusammen mit eingesunkenen Rindenkrebsen und Triebsterben auf. Einfachster Feldtest: das Blatt gegen das Licht halten — ein weiches chlorotisches Muster ohne totes Gewebe ist das Virus, während abgestorbene Flecken mit fettig-wässrigen Rändern und gelben Ringen das Bakterium sind.

Behandlung

Dr. Phyto erstellt einen datierten, schrittweisen Behandlungsplan mit im Land zugelassenen Mitteln — starte eine kostenlose Diagnose, um deinen zu erhalten.

Meine Pflanze diagnostizieren

Erste Diagnose gratis · keine Anmeldung nötig