Dr. Phyto

Kiefernholz-Nematode

Bursaphelenchus xylophilus

EU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus

Kiefernholz-Nematode — Bursaphelenchus xylophilus
Kiefernholz-Nematode · A. Steven Munson, USDA Forest Service, Bugwood.org (CC BY 3.0 us)

Symptome

Plötzliches Welken und Bräunen einer ganzen Kiefer innerhalb von 2-6 Monaten (der diagnostische rasche Zeitverlauf), verminderter und brauner Harzfluss beim Anschneiden der Rinde, abgestorbene Nadeln bleiben zunächst an den Zweigen haften (nicht normal), mikroskopische Bestätigung aus Holzproben erforderlich, Vektorkäfer (Monochamus) an abgestorbenen Bäumen zu finden.

Leicht verwechselt mit

  • Kiefernschütte

    So unterscheidet man sie: Bursaphelenchus xylophilus (Kiefernholznematode, Erreger der Kiefernwelke) tötet den GANZEN Baum schnell: im Sommer verfärbt sich die gesamte Krone graugrün, dann rotbraun, die Nadeln welken, bleiben aber monatelang hängen, und der Harzfluss am Stamm versiegt fast völlig — im Schnittholz zeigt sich Bläuepilz, am Stamm Ausbohrlöcher des Bockkäfers (Monochamus). Lophodermium seditiosum (Nadelschütte) befällt nur die Nadeln: einzelne ältere Nadeln bekommen gelbe, dann rotbraune Flecken und Querbänder, fallen im Frühjahr vorzeitig ab, und auf den toten Nadeln sitzen winzige glänzend SCHWARZE, fußballförmige Fruchtkörper (Hysterothecien) mit einem dünnen dunklen Querspalt — ein Merkmal, das beim Nematoden nie auftritt. Die Kiefernwelke lässt den Baum in Wochen zusammenbrechen; die Nadelschütte lichtet die Krone allmählich über Jahre.

  • Triebsterben der Kiefer

    So unterscheidet man sie: Bursaphelenchus xylophilus (Kiefernholznematode / Kiefernwelke) tötet die gesamte Krone rasch ab: Die Nadeln des ganzen Baumes verfärben sich von Grün über Graugrün und Gelb zu einem gleichmäßigen Rotbraun innerhalb weniger Wochen, bleiben aber fest haften, während der Stamm oft KEINEN Harzfluss zeigt und das Splintholz schnell austrocknet. Diplodia sapinea (Diplodia-Triebsterben) hingegen bräunt zuerst die NEUEN diesjährigen Triebe und Nadelbasen, meist beginnend in der unteren Krone und an den Maitrieben; befallene Triebe sind verkürzt, gekrümmt und tropfen reichlich Harz, und an Nadelbasis, Zapfen und abgestorbener Rinde finden sich winzige schwarze, stecknadelkopfgroße Fruchtkörper (Pyknidien). Die Kiefernwelke zeigt keine Pyknidien und schreitet weit schneller über die gesamte Krone voran als das fleckige, trieb-für-trieb-Muster von Diplodia.

Behandlung

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