Dr. Phyto

Japankäfer

Popillia japonica

EU-meldepflichtiger Quarantäne-Organismus

Japankäfer — Popillia japonica
Japankäfer · Bruce Marlin (CC BY 3.0)

Symptome

Käfer leuchtend metallisch-grün mit kupferfarbenen Flügeldecken und kleinen weißen Haarbüscheln an den Bauchseiten; fressen in Gruppen bei Sonne, skelettieren Blätter zwischen den Adern (spitzenartig) und benagen Blüten und Früchte vieler Pflanzen (Rose, Wein, Linde, Obst); die weißen C-förmigen Engerlinge fressen Graswurzeln und verursachen braune Rasenflecken, die sich wie ein Teppich abheben lassen.

Leicht verwechselt mit

  • Bohnenspinnmilbe

    So unterscheidet man sie: Popillia japonica (Japankäfer): Achten Sie auf glänzend metallisch-grüne Käfer von etwa 10 mm Länge mit kupferfarbenen Flügeldecken und weißen Haarbüscheln an den Körperseiten, die tagsüber offen auf der Blattoberseite fressen. Der Schaden ist ein echtes Skelettieren — das weiche Gewebe zwischen den Blattadern wird weggefressen, sodass ein grobes, spitzenartiges Netz intakter Adern und unregelmäßige, ausgefranste Löcher zurückbleiben; es gibt keine Gespinste. Der Befall beginnt an sonnenexponierten oberen Blättern, und oft sieht man die Käfer selbst oder ihren Kot auf den Blättern. EU-QUARANTÄNE: Popillia japonica ist in der EU ein meldepflichtiger Quarantäneschädling — wenn Sie diese Käfer sehen, fotografieren Sie sie und melden Sie den Fund sofort Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO), bevor Sie behandeln. Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe): Der Schaden ist eine feine, helle Sprenkelung aus winzigen Punkten, vor allem auf der Blattunterseite, die zu einem matten bronzenen, grauen oder verbrannten Aussehen verschmilzt; das Blattgewebe bleibt erhalten (keine Löcher), und bei warmer, trockener Witterung sieht man feine seidige Gespinste an den Unterseiten und Blattspitzen. Die Milben selbst sind winzig (~0,5 mm), gelbgrün mit zwei dunklen Flecken und nur mit der Lupe erkennbar. Milbenbefall verschlimmert sich bei heißem, trockenem, staubigem Wetter, während der Käferschaden das Insekt selbst zeigt.

  • Sprühfleckenkrankheit der Kirsche

    So unterscheidet man sie: An der Süßkirsche frisst Popillia japonica (Japankäfer) das grüne Gewebe ZWISCHEN den Blattadern und hinterlässt ein spitzenartig skelettiertes Blatt, bei dem nur das feine Adernetz übrig bleibt; der Fraß ist unregelmäßig und ausgefranst, vor allem am sonnenexponierten oberen Laub. Achten Sie auf das Insekt selbst: glänzend metallisch-grüne Käfer mit kupferfarbenen Flügeldecken, die oft in Gruppen fressen. Blumeriella jaapii (Sprühfleckenkrankheit) verursacht kleine (1-3 mm) runde, purpur- bis braunfarbene Flecken, deren Zentren später austrocknen und herausfallen, sodass saubere, kreisrunde 'Schrotschuss'-Löcher mit glatten Rändern entstehen; die Blätter vergilben und fallen im Hochsommer stark ab, bei feuchtem Wetter erscheinen winzige weiße Sporenlager auf der Blattunterseite. Beim Pilz fehlen Insekten und Skelettierung völlig. Popillia japonica ist ein EU-Quarantäneschädling nach Verordnung (EU) 2019/2072 — bei Fund der Käfer oder dieses Skelettierfraßes melden Sie dies sofort Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO).

  • Himbeerkäfer

    So unterscheidet man sie: Popillia japonica (Japankäfer) ist ein kräftiger, ca. 8-11 mm langer Käfer mit leuchtend metallisch-grünem Kopf und Halsschild und kupfer-bronzefarbenen Flügeldecken; das sichere Erkennungsmerkmal sind fünf kleine weiße Haarbüschel an jeder Seite des Hinterleibs sowie zwei größere weiße Büschel an der Hinterleibsspitze. Er skelettiert die Blätter zwischen den Adern und hinterlässt ein spitzenartiges 'Fenster'-Muster, frisst zerfetzte Löcher in offene Blüten und sitzt im sonnigen Hochsommer oft zu mehreren Käfern auf einem Blatt. Byturus tomentosus (Himbeerkäfer) ist viel kleiner (ca. 3,5-4,5 mm), matt graubraun bis rotbraun und dicht mit feinen gelblichen Härchen bedeckt, ohne Metallglanz und ohne weiße Seitenbüschel. Er frisst im Frühjahr in noch geschlossenen Blütenknospen und an der Blüte; sein eigentlicher Schaden ist die cremefarbene Larve in der reifenden Frucht ('madige Himbeere'), nicht die spitzenartige Blattskelettierung.

  • Wiesenschnaken-Larven (Tipula / „Erdschnaken")

    So unterscheidet man sie: Sowohl Popillia japonica (Japankäfer) als auch Tipula paludosa (Wiesenschnake, deren Larven 'Lederjacken' heißen) fressen an Grasswurzeln und verursachen dieselben unregelmäßigen braunen, welkenden Rasenflecken, die sich wie ein loser Teppich abheben lassen — man muss daher in den Wurzelbereich graben und die Larve selbst untersuchen. Die Larven von Popillia japonica sind dicke, weiße, C-förmig gekrümmte Engerlinge mit deutlich abgesetzter brauner Kopfkapsel und drei Paar echten Beinen vorne, und sie rollen sich beim Freilegen eng zu einem 'C' zusammen. Die Larven von Tipula paludosa (Lederjacken) sind beinlos, walzenförmig, zäh und graubraun, ohne erkennbaren Kopf und ohne Beine, und sie bleiben gestreckt oder winden sich, statt sich einzurollen. WICHTIG: Popillia japonica ist ein EU-Quarantäneschädling nach Verordnung (EU) 2019/2072 — wenn Sie einen weißen, beinigen, C-förmigen Engerling finden, behandeln Sie ihn NICHT selbst, sondern melden Sie den Verdacht sofort Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO).

Behandlung

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