Dr. Phyto
Rotwurzelfäule der Erdbeere
Phytophthora fragariae
Symptome
Gestauchte Pflanzen, stumpf blaugrünes Laub, charakteristisch rot gefärbter Zentralzylinder beim Längsschnitt der Wurzel, Zusammenbruch der Pflanzen nach der ersten warmen Phase, fleckenhafte Verteilung in tiefen/nassen Feldbereichen.
Leicht verwechselt mit
- Verticillium-Welke der Erdbeere
So unterscheidet man sie: Phytophthora fragariae (Rote Wurzelfäule / Rotes Mark) ist ein bodenbürtiger Oomycet: oberirdisch sieht man gestauchte, blaugrüne oder welkende Pflanzen in nassen, tiefliegenden, schlecht entwässerten Stellen des Beetes; die äußeren/älteren Blätter färben sich rot oder gelb und brechen zusammen, während die Pflanze abstirbt. Das entscheidende Zeichen liegt IM Inneren der Wurzel: schneidet man eine junge weiße Saugwurzel oder die Hauptwurzel längs auf, findet man einen rostrot bis braun verfärbten Zentralzylinder (das Mark/die Stele), der sich scharf vom umliegenden gesunden Gewebe abhebt, während die äußere Wurzelrinde verfault. Die Wurzeln wirken rattenschwanzartig (Seitenwürzelchen abgefault). Verticillium-dahliae-Welke erzeugt eine ähnlich welkende, gestauchte Pflanze, tritt aber bei trocken-warmen Bedingungen auf und ist NICHT an staunasse Stellen gebunden; die äußeren Blätter welken, trocknen am Rand zwischen den Adern braun und legen sich flach in einer zusammengebrochenen Rosette auf den Boden, während die jüngsten Herzblätter aufrecht und grünlich bleiben. Schneidet man die KRONE und die Blattstielbasen auf (nicht das Wurzelmark), zeigt Verticillium braune bis bläuliche Gefäßstreifen/-flecken im Kronen- und Stielgewebe, aber keinen sauberen roten Zentralzylinder in den Wurzeln. Sowohl Phytophthora fragariae als auch Verticillium dahliae sind hier häufige, in der EU etablierte Bodenkrankheiten; für keine von beiden ist eine Meldung erforderlich. Nutzen Sie den roten Wurzelkern (P. fragariae) bzw. die Gefäßstreifen in Krone/Blattstiel (V. dahliae) einfach zur Wahl der richtigen Maßnahme und bekämpfen Sie sie normal mit guter Entwässerung, resistenten Sorten und sauberem Pflanzgut.
- Bohnenspinnmilbe
So unterscheidet man sie: Phytophthora fragariae (Rote Wurzelfäule / Rotmark) ist eine bodenbürtige Krankheit: oberirdisch sieht man ganze Pflanzen verkümmern, welken und sich stumpf blaugrün bis rot verfärben, typisch in kalten, nassen, schlecht entwässerten Stellen des Beets. Das entscheidende Merkmal liegt unter der Erde — eine Pflanze ausgraben und eine Wurzel längs aufschneiden: verfaulte Seitenwurzeln ergeben ein 'Rattenschwanz'-Bild und der Zentralzylinder (Stele) zeigt eine charakteristische rote bis rotbraune Verfärbung. Es gibt keine Gespinste und keine Insekten. Es ist eine verbreitete, etablierte bodenbürtige Krankheit, die man normal über gute Entwässerung, resistente Sorten und Fruchtwechsel handhabt — eine behördliche Meldung ist nicht erforderlich. Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe) ist ein Blattoberflächen-Schädling, der heißes, trockenes, staubiges Wetter bevorzugt: die Blattoberseiten zeigen feine helle Sprenkelung und Bronzierung, und die verräterischen Zeichen sind feine seidige Gespinste sowie winzige bewegliche Milben und runde Eier auf der Blattunterseite, mit einer Lupe sichtbar. Die Wurzeln bleiben gesund und weiß, ohne rote Stele.
Behandlung
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