Dr. Phyto
Phomopsis-Stängelfäule der Sonnenblume
Phomopsis helianthi

Symptome
Braune eingesunkene Läsionen an den Blattansatzstellen der Stängel (die diagnostische Stelle), Läsionen weiten sich zu länglichen Stängelcankers aus, starkes Stängellager bei Blüte oder Kornfüllung, Korbabwurf + Ertragsverlust der Sonnenblumenkerne von 30-80 %, sekundäre saprophytische Pilze besiedeln die Cankers spät in der Saison.
Leicht verwechselt mit
- Weißstängeligkeit
So unterscheidet man sie: An der Sonnenblume beginnt Phomopsis helianthi (Diaporthe helianthi) als braune, keilförmige Läsion an der Blattspitze, die über den Blattstiel zum Stängel hinabwandert und einen trockenen, eingesunkenen braun-schwarzen Krebs bildet, der den Stängel umgürtet; spaltet man den trockenen Stängel, bleibt das Mark fest und verfärbt, und winzige schwarze Pyknidien übersäen die Krebsoberfläche (mit der Lupe sichtbar). Sclerotinia sclerotiorum dagegen erzeugt eine hellbräunliche, wässrig durchtränkte Fäule (mittig am Stängel oder an der Basis), die weich und nass wird, mit flauschig weißem, watteartigem Myzel auf der Oberfläche bei feuchtem Wetter und – entscheidend – harten schwarzen Sklerotien in Größe kleiner Samen (1-2 mm) im ausgehöhlten, gebleichten, zerfaserten Stängel. Faustregel: trockener eingesunkener Krebs mit schwarzen Pünktchen und Ursprung an der Blattspitze = Phomopsis; weiche nasse Fäule mit weißer Watte und schwarzen samenartigen Sklerotien innen = Sclerotinia.
- Falscher Mehltau der Sonnenblume
So unterscheidet man sie: An der Sonnenblume beginnt Phomopsis helianthi (Phomopsis-/Diaporthe-Stängelkrebs) als toter brauner Keil am Blattrand zwischen den Adern, der nach innen über den Blattstiel bis zu einem großen graubraunen, eingesunkenen Krebs zieht, der den Stängel an einem Knoten umschließt; die Pflanze bleibt normal hoch und die Blattunterseite bleibt sauber. Plasmopara halstedii (Falscher Mehltau der Sonnenblume) zeigt dagegen blassgelbe, aderbegleitende Aufhellungen auf der OBERSEITE des Blattes mit einem dazu passenden weißlich-grauen Sporenrasen auf der UNTERSEITE bei kühlem, feuchtem Wetter, dazu deutlichen Zwergwuchs und verkürzte Internodien. Wichtigste Unterscheidung: unter das Blatt schauen (weißer Pilzrasen = Mehltau, nichts = Phomopsis), Wuchshöhe prüfen (gestaucht = Mehltau, normal = Phomopsis) und der Läsion folgen (brauner Keil in einen Stängelkrebs = Phomopsis, weiche gelbe Adernsprenkelung = Mehltau).
Behandlung
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