Dr. Phyto
Echter Mehltau der Okra (endophytisch, mediterran)
Leveillula taurica

Symptome
Das erste sichtbare Zeichen sind blassgelbe bis leuchtend chlorotische Flecken auf der OBERSEITE der älteren, unteren Blätter, die oft mit einem Nährstoffmangel verwechselt werden. Dreht man das Blatt um, findet man auf der UNTERSEITE genau unter diesen gelben Flecken einen schütteren bis dichten weiß-grauen, mehligen Sporenbelag (denn der Pilz wächst im Blattinneren). Im weiteren Verlauf werden die gelben Stellen braun und nekrotisch, die Blattränder rollen sich ein, stark befallene Blätter vertrocknen und fallen ab, wodurch die Früchte dem Sonnenbrand ausgesetzt werden. Die Krankheit ist in heißen, trockenen mediterranen Sommern am stärksten und wandert von den ältesten Blättern nach oben.
Leicht verwechselt mit
- Verticillium-Welke
So unterscheidet man sie: Sowohl Leveillula taurica (Echter Mehltau) als auch Verticillium dahliae (Verticillium-Welke) beginnen mit gelben Flecken auf den Okrablättern und sind daher früh leicht zu verwechseln. Der entscheidende Test ist die BLATTUNTERSEITE: Bei Leveillula taurica findet man genau unter den gelben Flecken einen weiß-grauen, mehligen Sporenbelag, und die Pflanze welkt am Stängel nicht. Bei Verticillium dahliae bleibt die Unterseite SAUBER (kein Belag) — stattdessen ist die Vergilbung oft einseitig oder keilförmig zwischen den Blattadern, die Pflanze welkt in der Tageshitze, und schneidet man einen unteren Stängel längs auf, sieht man braune Streifen im Holz. Belag unter dem Blatt = Leveillula; braune Streifen im Stängel + Welke = Verticillium.
Behandlung
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