Dr. Phyto

Schnecken (Nacktschnecken & Gehäuseschnecken)

Gastropoda

Symptome

Unregelmäßige Löcher mit glatten (nicht ausgefransten) Rändern in Blättern, Blüten und weichen Stängeln, oft vom Rand her; ganze Sämlinge können über Nacht verschwinden; zarte Funkien, Salat und Beetpflanzen werden kahlgefressen; verräterisch ist eine silbrig getrocknete Schleimspur auf Blättern, Boden und Töpfen. Schäden nachts und bei mildem, nassem Wetter am stärksten.

Leicht verwechselt mit

  • Pythium-Auflaufkrankheit

    So unterscheidet man sie: Schnecken (Gastropoda) durchtrennen Wicken-Sämlinge mit einem sauberen, ausgefransten mechanischen Schnitt an oder knapp über der Erdoberfläche; der umgekippte Stängel bleibt fest und trocken. Achten Sie auf unregelmäßig benagte Blattränder, fehlende Keimblätter und vor allem silbrige, eingetrocknete Schleimspuren auf Boden und Stängel, mit den schlimmsten Schäden nach feuchten Nächten. Die Umfallkrankheit durch Pythium ultimum erzeugt dagegen eine weiche, wässrig durchtränkte, braun-schwarze eingeschnürte Fäulnis am Stängelgrund, sodass der Sämling welkt und umknickt, aber noch über matschiges Gewebe verbunden bleibt; kein sauberer Schnitt, kein Schleim, oft flaumiger weißer Schimmel und faulige Wurzeln in kaltem, nassem, überwässertem Substrat. Merksatz: fester abgetrennter Stumpf mit Schleim = Schnecken, schleimig-fauliger Gewebefaden = Pythium.

  • Hosta-Virus X (HVX)

    So unterscheidet man sie: Schnecken (Gastropoda, Nackt- und Gehäuseschnecken) hinterlassen sauber berandete, unregelmäßige LÖCHER, die quer durch das Blatt geraspelt sind, sowie abgefressene Blattränder — sehr oft mit einer verräterischen silbrigen, eingetrockneten Schleimspur auf dem Blatt oder dem Boden; der Schaden ist an den zarten unteren Blättern am stärksten, tritt über Nacht auf, und das umliegende Gewebe bleibt normal grün. Hosta-Virus X (HVX) zeigt dagegen ein Muster entlang der BLATTADERN: dunkles blaugrünes 'Tinten-Ausbluten' entlang der Adern, grün-gelbe fleckige Sprenkelung, Ringflecken und Höckerbildung sowie eingesunkenes, kollabiertes Gewebe, das später eintrocknen, nekrotisieren und EINREISSEN kann — wodurch fransige Löcher entstehen, die Fraß vortäuschen, aber OHNE Schleimspur und stets an die Sprenkelung/das Tinten-Ausbluten gebunden sind. Faustregel: Löcher + Schleim + normales Grün = Schnecken; aderbetontes Tinten-Ausbluten + Sprenkelung + Kollaps = HVX. HVX ist unheilbar, daher bedeutet jede aderbetonte Sprenkelung Pflanze vernichten, nicht zu Schneckenkorn greifen.

Behandlung

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