Dr. Phyto
Weiche Braunschildlaus
Coccus hesperidum

Symptome
Flache, ovale, braun-beige Schildläuse (3-5 mm) auf den Blattunterseiten und entlang der Triebe, klebriger Honigtau, der auf den Boden oder die unteren Blätter tropft, schwarzer Rußtau auf dem Honigtau, Blattvergilbung und -fall bei starkem Befall, von Honigtau angelockte Ameisen.
Leicht verwechselt mit
- Weisse Mango-Schildlaus
- Halbkugelige Schildlaus
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) erscheint als flache, niedrige, ovale, weiche Höcker, die fast flach an Blatt oder Stängel anliegen, meist blassgelblich-braun bis olivfarben und häufig mit dunkleren Flecken marmoriert; sie sitzen entlang der Mittelrippe und der Adern auf der Blattunterseite und produzieren reichlich klebrigen Honigtau. Saissetia coffeae (Halbkugelige Schildlaus) ist deutlich zu einer glatten, glänzenden, kuppel- oder helmförmigen Halbkugel aufgewölbt, gleichmäßig kastanien- bis dunkelbraun ohne Marmorierung, und die älteren Schilde fühlen sich hart und gewölbt an wie eine winzige halbe Erbse. Der entscheidende sichtbare Test ist das Profil: Fährt man mit dem Fingernagel darüber, ist die Braune Weichschildlaus flach und nachgiebig, die Halbkugelige Schildlaus dagegen eine harte runde Kuppel, die deutlich von der Oberfläche absteht.
- Ödem
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) sind LEBENDE Insekten: flache, ovale, 3-4 mm gelbbraune bis fleckig-braune Schilde, die sich entlang der Mittelrippe und Hauptadern auf der Blattunterseite ansammeln. Sie scheiden klebrigen Honigtau aus, der die Blätter glänzen lässt und schwarzen Rußtau nährt, und Ameisen laufen sie ab; ein Schild lässt sich mit dem Fingernagel sauber abheben und gibt einen weichen Körper frei. Ödem (Edema) ist eine abiotische Störung bei zu nass und feucht gehaltener Ficus lyrata: Zellen platzen und bilden erhabene, korkige, hellbraune bis rostfarbene Blasen und warzige Beulen, oft in Reihen oder verstreut auf der Blattunterseite und an den Blattstielen. Ödemnarben sind Teil des Blattgewebes — sie lassen sich NICHT abkratzen, erzeugen keinen Honigtau, keinen Rußtau und locken keine Ameisen an, und treten nach feucht-kühlen Phasen auf, statt von Pflanze zu Pflanze überzugehen.
- Langschwanz-Wollschildlaus
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) erscheint als flache, ovale, glatte, halbdurchsichtige gelbbraune Schilde, die fest an Blattunterseiten, Mittelrippen und Blütenstielen der Phalaenopsis kleben; sie bewegen sich nicht und haben keinen Wachssaum und keine Schwänze. Pseudococcus longispinus (Langschwänzige Schmierlaus) sieht dagegen aus wie ein weiches, bewegliches, ovales Insekt mit weißem, mehligem Wachs, das sich in Blattachseln, unter Blattscheiden und zwischen den Wurzeln versteckt, mit deutlich langen Wachsfäden am Hinterende — den 'langen Schwänzen', die länger als der Körper sind. Beide hinterlassen klebrigen Honigtau und schwarzen Rußtau und locken Ameisen an; das entscheidende Merkmal ist also Textur und Form: braune, flache, lackartige Höcker = Weichschildlaus; weiße, watteartige Büschel mit nachschleppenden Schwänzen = Schmierlaus.
- Citruswollschildlaus
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus): Achten Sie auf flache, ovale, glatte Hoecker von etwa 3-4 mm Laenge, gelbbraun bis oliv, oft mit einem dunkleren, gesprenkelten H-foermigen Muster auf dem Ruecken. Sie sitzen bewegungslos fest angeheftet, in Reihen entlang Blattadern und Trieben, OHNE weisses Puder oder Wachsfaeden. Planococcus citri (Zitrusschmierlaus): Achten Sie auf weiche, langsam kriechende ovale Koerper, die mit weissem, mehligem Wachs bedeckt sind, mit kurzen Wachsfaeden am Rand und zwei etwas laengeren Schwaenzen hinten; sie draengen sich in Blattachseln, Fruchtkelch und Triebspitzen und hinterlassen oft watteartige weisse Eigelege. Das entscheidende Merkmal: Schildlaus = nackte, glatte braune Panzer, festgeklebt; Schmierlaus = flauschiges weisses Wachs mit beweglichen Larven.
- rote Kalifornische Deckelschildlaus
So unterscheidet man sie: Aonidiella aurantii (Rote Kalifornische Schildlaus) ist eine Deckelschildlaus: Jedes Tier sitzt unter einer harten, runden, flachen rotbraunen Wachskappe von etwa 1,5-2 mm mit hellerer mittiger Spitze und konzentrischen Ringen. Die Kappe lässt sich sauber abheben und der gelbe Körper bleibt auf Rinde, Blatt oder Frucht zurück; starker Befall verkrustet Zweige und narbt die Schale, erzeugt aber KEINEN klebrigen Honigtau und keinen Rußtau. Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) ist eine Napfschildlaus: flache, ovale, lederartige, halbdurchsichtige gelb- bis olivbraune Körper von 3-4 mm, oft mit schwacher dunklerer H-Zeichnung, an Blattmittelrippen und grünen Trieben sitzend. Sie lässt sich nicht als getrennter Deckel abheben (Körper und Schild sind eins) und scheidet reichlich klebrigen Honigtau aus, sodass darunterliegende Blätter glänzen und schwarzen Rußtau mit Ameisen entwickeln.
- Bohnenspinnmilbe
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weiche Napfschildlaus) erscheint als flache, ovale, gelbbraune Wachshöcker von etwa 3-4 mm Länge, dicht entlang der Blattmittelrippen, Stängel und auf den Blattunterseiten von Camellia sinensis; sie bewegen sich nicht und fühlen sich fest an, wenn man darauf drückt. Sie scheiden klebrigen Honigtau aus, der das Laub überzieht und durch Rußtau schwarz wird, und die Blattvergilbung ist allgemein oder fleckig um die Saugstellen. Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe) hinterlässt dagegen keinerlei Höcker: Achten Sie auf sehr feine helle Sprenkelung oder Punktierung auf der Blattoberseite, die in einen matten, bronzefarbenen oder silbrigen Schimmer übergeht, sowie auf feine Spinnweben an Blattunterseiten und Triebspitzen. Die Milben sind winzige bewegliche Pünktchen (unter 0,5 mm), oft mit zwei dunklen Flecken, und am schädlichsten bei heißem, trockenem Wetter.
- Schwarzfliege der Zitrusbäume
So unterscheidet man sie: Die Zitrusschwarzfliege (Aleurocanthus woglumi) erscheint als Gruppen tiefschwarzer, ovaler Nymphen, die mit steifen, dornigen Borsten bedeckt und in ordentlichen kreis- oder spiralförmigen Mustern dicht auf der UNTERSEITE der Blätter angeordnet sind, oft mit einem Saum weißer Wachsfäden um jede Nymphe. Die Braune Weiche Schildlaus (Coccus hesperidum) zeigt dagegen flache, glatte, ovale Schilde von durchscheinend gelbbrauner bis hellbrauner Farbe (nie dornig, nie tiefschwarz), unregelmäßig entlang der Blattmittelrippen und Stängel verstreut. Beide scheiden Honigtau aus und bilden schwarzen Rußtau, doch die dornigen, schwarzen Panzerkolonien der Schwarzfliege heben sich deutlich von den glatten, flachen bernsteinfarbenen Schildläusen ab. Wenn Sie die dichten schwarzen, dornigen Nymphenkolonien sehen, behandeln Sie es als Verdacht auf Zitrusschwarzfliege — einen meldepflichtigen EU-Quarantäneschädling — und melden Sie es Ihrer nationalen Pflanzenschutzbehörde (NPPO), bevor Sie eine Behandlung durchführen.
- Stechpalmen-Minierfliege
So unterscheidet man sie: An der Stechpalme (Ilex aquifolium) lebt Phytomyza ilicis (Stechpalmenminierfliege) IM Blattinneren: Achte auf unregelmäßige, zunächst gelbliche, dann purpurbraune Platzminen auf der Blattoberseite, oft mit kleinem Einstich; gegen das Licht gehalten erkennt man die flache Larve oder Puppe im Blattgewebe — auf dem Blatt liegt nichts auf. Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) sitzt OBEN auf, vor allem entlang der Mittelrippe sowie an Trieben und Blattunterseiten, als flache, ovale, 3–4 mm große gelbbraune bis braun gefleckte Schildchen, die sich abkratzen lassen und klebrigen Honigtau mit schwarzem Rußtau auf darunterliegenden Blättern hinterlassen. Entscheidend: ein im Blatt eingeschlossener Fleck ohne abnehmbaren Körper = Minierfliege; ein erhabenes, abkratzbares Schild mit Honigtau und Rußtau = Weichschildlaus.
- Phytophthora-Wurzelhalsfäule
So unterscheidet man sie: An der Stechpalme (Ilex) können beide als matte Vergilbung der ganzen Pflanze mit lichtem Laub und Triebsterben beginnen, doch die entscheidenden Merkmale liegen an verschiedenen Stellen. Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) zeigt sich an den OBERIRDISCHEN Teilen: flache ovale braun-beige Schilde von 3-5mm an Blattunterseiten und entlang der Stiele, ein klebriger glänzender Honigtaufilm auf den unteren Blättern, schwarzer Rußtau auf diesem Honigtau und Ameisen auf der Pflanze. Phytophthora cinnamomi (Phytophthora-Wurzel- und Stammfäule) zeigt an den Blättern selbst NICHTS: stattdessen findet man an der Stammbasis einen dunklen, eingesunkenen Krebs, der oft Saft absondert, eine braune V-förmige Läsion unter der Rinde in Höhe der Bodenlinie und bis auf wenige weiße Faserwurzelspitzen verfaulte Wurzeln. Der Test: Schilde und klebrige Blätter mit abwischbarem Honigtau = die Schildlaus; trockene Blätter mit fauler Basis und toten Wurzeln = die Wurzelfäule.
- Bakterielle Blattfleckenkrankheit
So unterscheidet man sie: Coccus hesperidum (Braune Weichschildlaus) zeigt einzelne, flach-ovale, gelb- bis bernsteinbraune Körper von 3-4 mm Länge, die fest aufsitzen und reihenweise an Trieben, Blattstielen und den Blattunterseiten entlang der Mittelrippen der Glyzinie sitzen; sie sind klebrig, liegen unter einem rußig-schwarzen, abwischbaren Honigtau-Schwärzepilz, oft mit Ameisen, und die Rinde darunter bleibt gesund. Pseudomonas syringae pv. syringae (Bakterienbrand/Krebs) erzeugt dagegen festsitzende dunkelbraune bis schwarze, eingesunkene Krebsstellen in der Rinde sowie eckige, wässrig-braune Blattflecken, oft mit gelbem Hof; der Schaden steckt im lebenden Gewebe und lässt sich nicht abkratzen, tritt im Frühjahr oft mit Schleimfluss und nach kühl-nasser Witterung auf statt als erhabene Insekten. Lässt sich ein Körper mit dem Fingernagel abheben und ist das Gewebe darunter sauber, handelt es sich um Schildläuse, nicht um Bakterienkrebs.
Behandlung
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