Dr. Phyto
Mutterkorn
Claviceps purpurea
Symptome
Harte, purpurschwarze, gekrümmte Sklerotien (5-30mm lang) ersetzen die Körner in den Getreideähren (sehr charakteristisch — sieht aus wie eine schwarze Banane in der Ähre), Honigtau (klebriges gelbes Exsudat) an den blühenden Ähren während der Infektionsphase, Sklerotien fallen bei der Ernte zu Boden und überwintern, kontaminiertes Korn ist gefährlich für den Verzehr durch Mensch und Tier.
Leicht verwechselt mit
- Ährenfusariose
So unterscheidet man sie: Fusarium graminearum (Ährenfusariose): einzelne Ährchen oder ein ganzer Ährenabschnitt bleichen strohgelb aus, während der Rest der Ähre noch grün ist; bei feuchtem Wetter zeigen sich lachsrosa bis orange Sporenlager (Sporodochien) am Grund der Spelzen und entlang der Ährenspindel. Befallene Körner schrumpfen zu kalkig-weißen, leichten 'Tombstone'-Körnern, bleiben aber im Ährchen. Claviceps purpurea (Mutterkorn) ersetzt dagegen einzelne Körner durch einen harten, herausragenden Körper: zuerst tritt ein klebriger, süßer gelblicher 'Honigtau' aus dem Blütchen aus, dann verhärtet er zu einem dunkel violett-schwarzen, gekrümmten Horn (Sklerotium), das weit über die Spelzen hinausragt und viel größer als ein normales Korn ist. Merkmal: rosa/oranger Flaum und schrumpelige helle Körner = Fusarium; ein schwarzer, hornförmiger Klumpen anstelle eines Korns = Mutterkorn.
Behandlung
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