Dr. Phyto

Birnenblattsauger

Cacopsylla pyri

Birnenblattsauger — Cacopsylla pyri
Birnenblattsauger · Mick E. Talbot (CC BY 2.0)

Symptome

Klebriger Honigtau + Rußtau auf Blättern + Früchten, verformte eingerollte junge Blätter, orange-braune Nymphen in den Blattachseln + Blütenbüscheln, Übertragung des Pear-Decline-Phytoplasmas.

Leicht verwechselt mit

  • Birnenverfall

    So unterscheidet man sie: Candidatus Phytoplasma pyri (Birnenverfall) ist ein systemischer Erreger der Leitbahnen: Achten Sie auf Symptome am ganzen Baum — vorzeitige, herbstlich rote Blattverfärbung und nach oben eingerollte Blätter im Hoch- bis Spätsommer, schütteres schwaches Wachstum, kleine Blätter sowie ein langsamer oder plötzlicher allgemeiner Niedergang. Ein diagnostisches Zeichen ist eine braune, abgestorbene Linie im Phloem an der Veredelungsstelle, wenn man dort die Rinde abschält. Es gibt kein Insekt, keinen klebrigen Honigtau und keinen schwarzen Belag; der Schaden ist gleichmäßig über die Krone verteilt und schreitet von Jahr zu Jahr fort. Es handelt sich um eine in den Birnenanbaugebieten der EU verbreitete, etablierte Krankheit, die im Rahmen der normalen Obstbaupflege routinemäßig behandelt wird (Vektorbekämpfung und Ersatz stark zurückgehender Bäume); eine Quarantänemeldung ist nicht erforderlich. Cacopsylla pyri (Birnblattsauger) ist der sichtbare Insektenüberträger: winzige 2-3 mm große, zikadenähnliche Nymphen und geflügelte oder ungeflügelte Adulte sitzen dicht an Triebspitzen, Blattunterseiten und in den Blattachseln und scheiden reichlich klebrigen Honigtau aus, der auf Blätter und Früchte tropft und sich in glänzend schwarzen Rußtau verwandelt. Die Rötung durch den Blattsauger ist fleckig und an Saugstellen und Honigtau gebunden, nicht ein sauberes Ganzbaummuster; zudem findet man die lebenden Insekten, Häutungsreste und Ameisen am Honigtau.

  • Feuerbrand

    So unterscheidet man sie: Birnenblattsauger (saugendes Insekt). Die Schwarzfärbung ist oberflächlicher Rußtau, der auf klebrigem Honigtau wächst, welcher die Blattoberseiten, Triebe und Früchte überzieht und sich abwischen lässt, sodass darunter grünes Gewebe sichtbar wird. Suchen Sie nach den winzigen, abgeflachten Larven, die in Tropfen klaren klebrigen Honigtaus entlang der Blattadern und Triebbasen sitzen; die Blätter rollen sich ein, vergilben und bleiben klein, statt verbrannt zu wirken. Es gibt keine Hirtenstab-Welke und keinen inneren Bakterienschleim; die Spitze stirbt nicht ab, sie ist nur verschmutzt. Feuerbrand (bakteriell). Achten Sie auf Triebe, die plötzlich welken und sich an der Spitze zum typischen 'Hirtenstab' herabkrümmen, wobei die Blätter braun bis schwarz werden, aber wie verbrannt am Trieb hängen bleiben. Befallene Blüten, junge Früchte und Rindenkrebse können bei warmem, feuchtem Wetter klebrigen bernsteinfarbenen bis milchigen Bakterienschleim absondern, und die Schwarzfärbung zieht durchgehend vom grünen Trieb ins Holz. Der Schaden breitet sich von Blüten und Triebspitzen abwärts aus, nicht von Honigtau auf der Oberfläche.

Behandlung

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