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Grauschimmel

Botrytis cinerea vitis

Grauschimmel — Botrytis cinerea vitis
Grauschimmel · Ninjatacoshell (CC BY-SA 3.0)

Symptome

Braune weiche Fäulnis einzelner Beeren innerhalb einer Traube, graue flaumige Sporulation nach einigen warmen feuchten Tagen, Kollaps der gesamten Traube, essig-/apfelweinartiger Fehlgeruch von befallenen Früchten.

Betroffene Pflanzen

Leicht verwechselt mit

  • Falscher Mehltau

    So unterscheidet man sie: Botrytis cinerea (Grauschimmel / Graufäule der Traube) bildet bei warm-feuchtem Wetter einen staubigen, mausgrauen, pelzigen Schimmel, der reifende Beeren und ganze Trauben überzieht; befallene Beeren werden braun, schrumpfen, platzen auf und der samtige graue Sporenrasen stäubt bei Berührung in Wolken ab. Plasmopara viticola (Falscher Mehltau) zeigt sich zuerst auf Blättern als gelbliche, durchscheinende 'Ölflecken' auf der Oberseite mit einem dichten, schneeweißen, flaumigen Belag auf der UNTERseite des Blattes; auf jungen grünen Beeren entsteht ein weißer flaumiger Belag, ältere befallene Beeren werden ledrig, braun-grau, eingedellt und matt ('Lederbeeren' / 'Braunfäule') OHNE flaumigen weißen Bewuchs. Merkmal: Botrytis grau + staubig und unabhängig von der Blattunterseite; Falscher Mehltau rein weiß + flaumig und an Blätter mit Ölflecken und kühl-feuchte Nächte gebunden.

  • Bekreuzter Traubenwickler

    So unterscheidet man sie: Der Graufäule-Pilz überzieht reifende Beeren und ganze Trauben mit einem weichen braunen Zusammenfall und einem staubigen, aschgrauen, pelzigen Schimmelrasen, der bei Berührung in einer Wolke aufstäubt. Die Haut löst sich leicht ab und das Fruchtfleisch wird zu wässrigem, süßlichem Brei. Er breitet sich von Beere zu Beere innerhalb der Traube aus und ist bei feuchtem, regnerischem oder taunassem Wetter und in dichten Trauben am schlimmsten. Am Ausgangspunkt gibt es kein Insekt, kein Gespinst und kein Bohrloch — nur Pilzwachstum. Der Bekreuzte Traubenwickler wird eher am Raupenschaden als am Falter erkannt: kleine rosa-bis-grünliche Larven bohren sich in Blütenknospen sowie grüne oder reifende Beeren und hinterlassen ein sauberes rundes Eingangsloch, dunklen krümeligen Kot (Frass) und feine seidige Gespinste, die Blütchen oder Beeren zu einem Nest ('Glomerule') zusammenziehen. Schneidet man eine befallene Beere auf, findet man die Larve oder ihren Gang im Inneren. Der später erscheinende Grauschimmel ist sekundär; das Hauptmerkmal ist das von der Larve verursachte Loch, das Gespinst und der Kot.

Behandlung

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Häufige Fragen

Wie erkenne ich Grauschimmel an Weinrebe?
Braune weiche Fäulnis einzelner Beeren innerhalb einer Traube, graue flaumige Sporulation nach einigen warmen feuchten Tagen, Kollaps der gesamten Traube, essig-/apfelweinartiger Fehlgeruch von befallenen Früchten.
Muss ich Grauschimmel melden?
Nein. Grauschimmel ist nicht meldepflichtig, es gibt also nichts an eine Behörde zu melden. Behandle es wie ein normales Gartenproblem.
Wie wird Grauschimmel behandelt?
Vor allem mit biologischen und pflegerischen Maßnahmen — befallenes Material entfernen, die begünstigenden Bedingungen ändern und mit in deinem Land zugelassenen Mitteln behandeln. Die genauen Schritte und ihr Zeitpunkt hängen von Pflanze, Jahreszeit und Wohnort ab: Dr. Phyto ermittelt sie in einer kostenlosen Diagnose.
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