Dr. Phyto
Grauschimmel
Botrytis cinerea vitis

Symptome
Braune weiche Fäulnis einzelner Beeren innerhalb einer Traube, graue flaumige Sporulation nach einigen warmen feuchten Tagen, Kollaps der gesamten Traube, essig-/apfelweinartiger Fehlgeruch von befallenen Früchten.
Leicht verwechselt mit
- Falscher Mehltau
So unterscheidet man sie: Botrytis cinerea (Grauschimmel / Graufäule der Traube) bildet bei warm-feuchtem Wetter einen staubigen, mausgrauen, pelzigen Schimmel, der reifende Beeren und ganze Trauben überzieht; befallene Beeren werden braun, schrumpfen, platzen auf und der samtige graue Sporenrasen stäubt bei Berührung in Wolken ab. Plasmopara viticola (Falscher Mehltau) zeigt sich zuerst auf Blättern als gelbliche, durchscheinende 'Ölflecken' auf der Oberseite mit einem dichten, schneeweißen, flaumigen Belag auf der UNTERseite des Blattes; auf jungen grünen Beeren entsteht ein weißer flaumiger Belag, ältere befallene Beeren werden ledrig, braun-grau, eingedellt und matt ('Lederbeeren' / 'Braunfäule') OHNE flaumigen weißen Bewuchs. Merkmal: Botrytis grau + staubig und unabhängig von der Blattunterseite; Falscher Mehltau rein weiß + flaumig und an Blätter mit Ölflecken und kühl-feuchte Nächte gebunden.
- Bekreuzter Traubenwickler
So unterscheidet man sie: Der Graufäule-Pilz überzieht reifende Beeren und ganze Trauben mit einem weichen braunen Zusammenfall und einem staubigen, aschgrauen, pelzigen Schimmelrasen, der bei Berührung in einer Wolke aufstäubt. Die Haut löst sich leicht ab und das Fruchtfleisch wird zu wässrigem, süßlichem Brei. Er breitet sich von Beere zu Beere innerhalb der Traube aus und ist bei feuchtem, regnerischem oder taunassem Wetter und in dichten Trauben am schlimmsten. Am Ausgangspunkt gibt es kein Insekt, kein Gespinst und kein Bohrloch — nur Pilzwachstum. Der Bekreuzte Traubenwickler wird eher am Raupenschaden als am Falter erkannt: kleine rosa-bis-grünliche Larven bohren sich in Blütenknospen sowie grüne oder reifende Beeren und hinterlassen ein sauberes rundes Eingangsloch, dunklen krümeligen Kot (Frass) und feine seidige Gespinste, die Blütchen oder Beeren zu einem Nest ('Glomerule') zusammenziehen. Schneidet man eine befallene Beere auf, findet man die Larve oder ihren Gang im Inneren. Der später erscheinende Grauschimmel ist sekundär; das Hauptmerkmal ist das von der Larve verursachte Loch, das Gespinst und der Kot.
Behandlung
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