Dr. Phyto

Verholzung des Rosmarins

abiotic_woody_decline

Symptome

Kahle verholzte Basis, Austrieb nur an den Zweigspitzen.

Leicht verwechselt mit

  • Grauschimmel

    So unterscheidet man sie: An Rosmarin erzeugt Botrytis cinerea (Grauschimmel) weiche, wässrig-braune Faulstellen an Trieben und Laub, die zusammenfallen und verrotten; in feuchten, dicht gewachsenen Büschen bildet sich auf dem abgestorbenen Gewebe ein typischer pelziger, graubrauner Schimmelrasen, der sich oft von geschnittenen oder verletzten Spitzen nach unten ausbreitet. Der abiotische Holzrückgang zeigt dagegen ein trockenes, festes Absterben ganz ohne Pilzbelag: Das Holz wird graubraun und brüchig, das Laub vergraut und bleibt haften, und das Muster folgt Stresslinien wie der kahlen, alternden Mitte/Basis, einer staunassen Wurzelzone oder kälte- bzw. trockenheitsexponierten Seiten. Das entscheidende Merkmal ist der graue, samtige Sporenrasen von Botrytis nach feuchtem Wetter, der beim abiotischen Rückgang völlig fehlt.

  • Staunässe / Überwässerung

    So unterscheidet man sie: Staunässe/Überwässerung gegenüber natürlichem Altersverfall (Verholzung) am Thymian: beide wirken wie ein braun werdender, ausdünnender Halbstrauch, doch Boden und Stängelgewebe unterscheiden sie. Überwässerung vergilbt zuerst die UNTEREN Blätter, hinterlässt eine WEICHE, dunkle, matschige Stängelbasis mit Wurzelfäule-Geruch, der Boden bleibt dauerhaft nass (oft mit Trauermücken), und auch junge Triebe leiden. Der Altersverfall lässt die unteren Stängel dagegen TROCKEN, hart und kahl-braun (verholzt, ohne Weichheit oder Geruch) in gut durchlässigem Boden, gesundes grünes Wachstum überlebt nur an den ZWEIGSPITZEN und entwickelt sich langsam über mehrere Jahre.

Behandlung

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